Freitag, 7. Oktober 2016

Unser Urlaub im Chiemgau Teil 3 - Das lange Wochenende

Willkommen zum dritten Teil meines Reiseberichts über unseren Urlaub mit fünf Kinder im Chiemgau. Teil 1 und Teil 2 gibt es natürlich auch.

Der 15. August war der Montag unserer zweiten Urlaubswoche. Erst im Urlaub wurde uns so richtig klar, dass das in Bayern und Österreich ein Feiertag ist. Es war also ein langes Wochenende und wir mussten daran denken entsprechend einzukaufen. Und zu planen, denn wir haben schon in den ersten Tagen gemerkt, dass der Chiemsee sehr beliebt bei Touristen ist. Und mit den kleinen Kindern - insbesondere auch mit Clara- wollten wir nicht unbedingt mit Massen von Menschen unterwegs sein...


Für den Samstag hatten wir uns die Chiemsee-Inseln vorgenommen. Wir hofften, dass am Samstag nicht ganz so viel los sein würde, wie an den anderen Tagen. Am Anleger war tatsächlich nicht allzu viel los und wir konnten direkt auf ein Schiff zur Herreninsel. Für die Familienkarte der "Inselroute West" haben wir übrigens knapp 27 € gezahlt. Damit konnten wir zu beiden Inseln und hätten auch in Gstadt aussteigen können. Erstmal ging es aber zur Herreninsel.
Dort verrät ja zunächst nichts, dass ein prächtiges Schloss dort zu finden ist. Bäume und Wiesen, ein Kloster auf dem Hügel...
Wir wussten schon, dass wir die Eintrittskarten für die Schlossführungen am Anleger kaufen mussten. Auch hier war alles sehr familienfreundlich. Nur Erwachsene zahlen Eintritt und wir konnten sogar an einer speziellen Führung für Kinder teilnehmen - was will man mehr!
Mit den Karten machten wir uns dann auf den Weg zum Schloss. Zu Fuß, nicht mit der Kutsche. Der Weg ging erst durch die Wiesen, dann ein Stück durch den Wald, was an diesem heißen Tag sehr angenehm war.


 Dort fanden wir auch interessante Infotafeln zur Flora und Fauna auf der Insel, insbesondere auch über die Fledermäuse, die sich dort zahlreich finden.
Nach kurzer Zeit erreichten wir das Schloss oder besser gesagt den Schlossgarten mit den großen Wasserspielen. Bereits hier waren die Kinder total fasziniert.

Vor unserer Führung hatten wir genug Zeit um alles zu bestaunen und auch um ein bisschen zu picknicken. Dann ging es los, und wir staunten ob der professionellen "Abfertigung". Es gibt dort verschiedene Gates, oben wird  angezeigt in welcher Sprache die Führung dort stattfindet.
Während der Führung konnten wir natürlich keine Fotos machen. Aber es gab eine Menge zu bestaunen und es war wirklich kindgerecht, ohne, dass es für die Erwachsenen langweilig wurde.
Aber ich muss schon sagen: Das ist der reine Wahnsinn (und das meine ich nicht positiv)! König Ludwig hat ganze 10 Tage in diesem Schloss mit seinen Dienern gelebt. Die ganzen Repräsentationsräume und der Ballsaal wurden nie genutzt. Was für eine Verschwendung...
Trotzdem war es für die Kinder natürlich ein tolles Erlebnis.

Nach der Führung haben wir uns noch kurz die Ausstellung über die Fledermäuse angesehen und uns dann im Schlosscafe etwas gestärkt. Die Kinder wollten dann gerne mit der Kutsche zurück zum Anleger. Mit dem Buggy ging das aber nicht so gut. Also durften die drei großen Kinder mit der Kutsche fahren und wir sind mit den Kleinen gelaufen. Wir sind etwas früher losgelaufen und hatten die Kutsche dann sehr bald immer im Blick.

Dann ging es weiter zur Fraueninsel. Für die Überfahrt dorthin haben wir sogar den ganz alten Schaufelraddampfer erwischt. Dort war wirklich viel los - aber es war trotzdem sehr schön. Die Insel ist wunderschön zum Bummeln und gucken.



Der Rückweg war mit der längsten Schifffahrt verbunden, denn wir hielten auch in Gstadt und auf der Herreninsel. Bei herrlichstem Wetter und wunderschöner Aussicht hat uns das aber gar nichts ausgemacht....


Den Rest dieses Tages haben wir dann ganz in Ruhe im Ferienhaus verbracht. 

Am Sonntag wollten wir versuchen  uns ganz abseits der beliebtesten Touristenpfade zu halten. 
Unser Reiseführer empfahl einen Moorerlebnispfad bei Inzell. Das war nun wirklich nah und schien uns ein schönes Programm für den Sonntag. 
Der Erlebnispfad war auch sehr schön gemacht, an vielen Stationen konnten wir uns über die historischen und biologischen Besonderheiten des Moores informieren. Zum Schluss konnte man sich an einer Stelle sogar als Torfstecher versuchen - ganz schön schwer.... 
Wir haben Eidechsen und Libellen gesehen und eine schöne Aussicht auf die Berge genossen:




 Zurück am Haus wollten wir eigenlich grillen. Leider war die Grillkohle, die angeblich trocken im Verschlag stand aber wohl doch mal nass geworden und zog überhaupt nicht. Aber davon haben wir uns nicht die Laune verderben lassen.

Am Montag war ja Feiertag. Auf unserem Plan stand ein Wildpark in den Bergen, direkt hinter der Grenze zu Österreich. Auf dem Weg ging es auch durch Hohenaschau. Für den nächsten Urlaub im Chiemgau steht dieses Schloss auf jeden Fall auch auf unserer Liste. Ganz malerisch trohnt es über dem Ort. Dort soll es auch ein Falkerei geben, die Führungen anbietet. Außerdem kann man sich die Seilbahn zur Kampenwand ansehen.

Der Wildpark war dann wirklich mitten in den Bergen - das war nochmal ein ganz anderes Gefühl. Wir haben uns direkt eine Tüte Futter mitgenommen und dann ging es los.
 Der Hirsch war sehr zutraulich und sehr begierig auf Futter.
 Nach den Hirschen ging es bergab. Dort waren zunächst Schafe und Ziegen. Ein Stück weiter hörte man das Plätschern eines kleinen Baches. Dieser wurde immer größer und begleitete und ein ganzes Stück bergab.
 Wunderschön war das!
Ganz unten warteten die Wildschweine und ein Ententeich. Dann ging es wieder bergauf, zur Belohnung kamen wir dann aber an den Bibern vorbei. Das war sehr interessant, die Biber mit ihren langen Zähnen zu beobachten und sich anzusehen, welche Spuren sie so an Bäumen hinterlassen.
Es warteten noch einige andere Tieren auf uns, Gemsen, Falken, Eulen... Das Damwild war auch sehr hinter dem Futter her. Spannend war auch, dass das letzte Stück des Rundweges ein uralter Weg ist, den schon die Römer benutzten. Später wurde er dann wohl auch als Schmugglerweg genutzt.
Zum Abschluss gab es natürlich ein Picknick auf dem Spielplatz:
 Und ein absolutes Highlight war eine Fahrt auf diesen kleinen Autos. Die kenne ich auch noch aus meiner Kindheit. Den größten Spaß hatte unser Autofan - Raphael durfte erst mit Sophia, dann mit Justus fahren und war immer noch kaum wegzukriegen.

Auch diesen Tag ließen wir gemütlich ausklingen, mit Lesen, Federball spielen, siedeln.... 

Was wir in der letzten Urlaubswoche gemacht haben erzähle ich euch dann im vierten Teil.

Liebe Grüße
Stephanie



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