Samstag, 17. September 2016

Unser Urlaub im Chiemgau Teil 1 - Auf ins Abenteuer!

In den letzten Jahren habe ich die Urlaube oft sehr weit im Voraus geplant. Für diesen Sommer hat das nicht so geklappt. Wir waren uns unschlüssig, wussten noch nicht, wann mein Mann Urlaub bekommen könnte.... Aber im letzten November haben wir dann Nägel mit Köpfen gemacht und für die letzten beiden Wochen unserer Sommerferien das Ferienhaus gebucht, dass dem Nachbarverein gehört. Bisher hatten wir das für den Urlaube gar nicht auf dem Plan gehabt, denn zum einen ist das Haus für sechs Personen und eher klein und zweitens sind es von uns acht Stunden Fahrt bis zum Chiemsee. Wir haben hin und her überlegt, vor allem die lange Fahrtzeit machte uns etwas Sorgen. Aber manchmal muss man einfach mal etwas wagen, und so haben wir uns für den Urlaub dort entschieden. Die vielen Möglichkeiten, die tolle Landschaft - das hat uns so gereizt, dass wir den Versuch wagen wollten.

Und so ging es Samstagsmorgens um halb acht los. Mit frischen Brötchen vom Bäcker und eine Menge Proviant sollte es an diesem Tag bis Rothenburg ob der Tauber gehen. Dort wollten wir in der Jugendherberge übernachten. Wir hatten so viele Horrorgeschichten vom Verkehr um München herum gehört, dass wir es für besser hielten die Strecke in zwei Tagen zu bewältigen.

Wir kamen tatsächlich ohne Schwierigkeiten durch. Eine ausgiebige Pause zwischendurch und bereits gegen ein Uhr waren wir Rothenburg. Dank DVD-Player waren die Kinder gut gelaunt, auch die neuen Landschaften waren interessant genug um alle bei Laune zu halten.
In Rothenburg konnten wir nicht direkt an der Jugendherberge parken, da diese sehr zentral an der alten Stadtmauer liegt. Aber vom Parkplatz aus waren es keine 5 Minuten zu laufen. Wir mussten zunächst etwas suchen, aber schließlich hatten wir das Hauptgebäude gefunden und konnten sogar direkt einchecken. Unsere Zimmer waren in einem Nebengebäude, dass wohl eher für Klassen genutzt wird, denn auf unserem Flur gab es nur die Damentoiletten und -Duschen, unsere Männer mussten durch das Treppenhaus auf die andere Flurseite. Wir hatten zwei Mehrbettzimmer, die leider nicht nebeneinander lagen und auch nicht verbunden waren. Das war etwas schade, aber nicht wirklich schlimm. Für eine Nacht war das in Ordnung. Wir haben unseren Übernachtungskoffer geholt, die Betten bezogen, und dann Rothenburg erkundet.


Für uns "Flachländer" ging es ganz schön auf und ab. Die Kinder waren von der Stadtmauer und den Wehrgängen dort völlig fasziniert. Auch die mittelalterlichen Gebäude und viele interessante Geschäfte zogen alle in ihren Bann. Die Kinder staunten, angesichts der Massen von Touristen, insbesondere aus Asien.  Leider haben wir bei unserem Bummel die Kamera vergessen und die meisten Bilder hat mein Mann mit dem Handy gemacht.
Verwunsche Wege an der Jugendherberge
Blick aus unserem Fenster

Zum Abendessen waren wir in der Jugendherberge, und das war wirklich eine gute Idee. Wir hatten genug Platz, das Essen war lecker. Ich habe dann die Kleinen früh ins Bett gebracht während mein Mann mit den beiden Großen noch eine Runde unterwegs war. 
Wir haben alle gut geschlafen und waren pünktlich um sieben Uhr bereit zum Verlassen der Zimmer und zum Frühstück. Die Koffer haben wir direkt mitgenommen. Der Speisesaal war um diese Zeit noch schön leer und wir konnten in Ruhe frühstücken und danach auschecken. Dann ging es zum Auto und direkt weiter. Bis München kamen wir super und ohne Probleme durch. Google Maps lotste uns dann sicher um München herum, ganz ohne Stau. Auf der A8 war unser Glück dann vorbei. Ein Wahnsinnsverkehr. Es ging zwar vorwärts, aber sehr langsam. Sämtliche Raststätten und Parkplätze waren so voll, dass man schon keinen Parkplatz mehr bekommen konnte. Das Panorama war zwar toll, aber es war heiß und so langsam war die Luft raus. Da es erst Mittag war beschlossen wir, in Prien am Chiemsee abzufahren. Zunächst waren wir in der Stadt und haben ein leckeres Eis gegessen, dann sind wir an den Anleger gefahren. Dort fahren die Schiffe zu den Inseln Herrenchiemsee und zur Fraueninsel. Da wollten wir sowieso im Urlaub hin, da konnten wir auch schonmal die Lage erkunden. Tatsächlich war das eine sehr gute Idee. Wir haben uns umgeschaut, die Kinder konnten auf dem Spielplatz spielen, die Schiffe bewundern und wir konnten die fantastische Aussicht genießen. 



Nun hatten wir es ja nicht mehr weit, und tatsächlich waren wir trotz des Verkehrs gegen zwei Uhr im Ferienpark. Wir waren vorgewarnt worden, dass die Wege sehr schmal wären - dass sie so steil wären hatte uns aber keiner gesagt! Laut Karte mussten wir geradeaus, aber man konnte den Weg erst gar nicht sehen, so steil war er...
Leider war die Putzfrau noch in unserem Haus beschäftigt. So haben wir uns zum Verwaltungsgebäude aufgemacht. Dort sollte man Brötchen bestellen und waschen können, auch ein Spielplatz sollte da sein. Zu Fuß war das aber ein ganz schönes Stück, und dann war auch keiner da und einen Spielplatz gab es auch nicht.... Als wir wieder am Haus waren war es drei Uhr und die Putzfrau war verschwunden. So konnten wir endlich auspacken und das Haus erkunden - und da gab es reichlich zu entdecken. 
 Die sehr kleine Küchenzeile. Nur zwei Kochplatten hatte ich dort zur Verfügung, daran muss man sich erstmal gewöhnen. Und ratet mal, was sich unter dem Teppich befindet? Der Zugang in der Keller! Das fanden die Kinder natürlich besonders spannend!
Aber am besten war noch die Aussicht. Der eigentliche Garten war nicht sehr groß, aber direkt dahinter war dieser Hügel, komplett bedeckt mit einer Blütenwiese. Natürlich mussten die Kinder erstmal bis zum Waldrand laufen...
Nach einer ausgiebigen Pause sind wir dann zum Abendessen zum ebenso beliebten wie verhassten Schnellrestaurant nach Traunstein gefahren. Und dann haben wir einen ruhigen Abend genossen.... 

Wir waren gut angekommen und haben die Fahrten als relativ entspannt erlebt. Einen Zwischenstopp mit Übernachtung einzulegen war eine sehr gute Idee, es war wirklich ein zusätzlicher Urlaubstag. 

Was wir dann so alles gemacht haben, erzähle ich euch im nächsten Teil.

Liebe Grüße
Stephanie

1 Kommentar:

Andrea hat gesagt…

Schöner Bericht. Macht ja Mut für weite Fahrten. Uns würde ich das so langsam auch zutrauen. In diesem Sommer wäre das sicher noch zu viel geworden, aber so langsam könnte ich es mir dann doch vorstellen.

Bin gespannt wie es weiter geht.

Viele Grüße
Andrea

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