Dienstag, 17. November 2015

Drei Monate Bible Art Journaling - ein Zwischenfazit

Es ist etwas über drei Monate her, dass ich der Joyce zum ersten Mal über Bible Art Journaling las. Ein paar Tage später habe ich dann - ganz vorsichtig und zaghaft meine erste Seite gestaltet.

In diesen drei Monaten sind viele Seiten dazu gekommen, auch wenn ich selten mehr als eine Seite pro Woche schaffe.


Dass das Bible Art Journaling "mein Ding" werden könnte, das habe ich mir gleich gedacht. Aber so manches andere hat mich dann doch auch noch positiv überrascht:

1) Eine neue Art und Weise, Gottes Wort zu verinnerlichen
Nun, dieser Effekt war keine große Überraschung- wie sehr sich Worte und Sinn einprägen aber schon. Dazu kommt die Herausforderung sich auch mal durch Challenge mit Versen auseinanderzusetzen, die ich mir nicht unbedingt selbst ausgesucht hätte, wie z. B. die Offenbarung in der letzten Challenge.

2) Der Spaß an schönen Dingen
Bis ich folgenden Absatz im BAJ-Buch las, war es nur ein diffuses Gefühl, das ich kaum in Worte fassen konnte. Aber diese Sätze treffen es auch für mich voll und ganz:
"Das schöne Material zu benutzen, es anzusehen, hinterher die tollen bunten Bibelseiten zu betrachten tut der Seele so gut. Die Spitzenbänder, die Designpapiere, die kleinen Embellishments, bunte Sticker, abgestimmte Farben, Muster und auch die schwungvollen Schriften, gestempelte Symbole und Ornamente, alle tragen dazu bei, der Bibelseite und der Aussage eine entsprechende Wirkung zu geben, die sowohl beim Journaler selbst, als auch beim Betrachter der Seiten ankommt." (S. 15).
Tatsächlich empfinde ich es auch so: Der Umgang mit diesen schönen Dingen tut meiner Seele einfach gut.

3) Mehr Kreativität im Alltag
Es ist nicht nur so, dass ich mich ein- oder zweimal die Woche hinsetze und eine Bibelseite gestalte. Viele Dinge in meinem Alltag sind bunter und kreativer geworden. Das beginnt bei meinem Bibelstudium und setzt sich in meinem Kalender fort.

4) Mut zum Ausprobieren und erstaunliche Erkenntnisse
Durch das BAJ habe ich mich schon an einigen kreativen Techniken versucht, für die ich sonst keine Gelegenheit gehabt hätte. Ich hätte mich z. B. weiter hinter der Überzeugung vergraben, dass ich nicht zeichnen oder malen kann... aber wenn ich es versuche, kommen manchmal doch ganz brauchbare Sachen heraus.
Seht ihr die Laterne? Die habe ich gezeichnet! Einfach so! Für meine Verhältnisse sensationell!
Ich habe einen Sonnenuntergang gemalt! 

5) Eine tolle Gemeinschaft
Mit diesem Nebeneffekt habe ich überhaupt nicht gerechnet, aber tatsächlich habe ich eine Facebookgruppe mit sehr netten Leuten gefunden, in  der die Werke der anderen wirklich geschätzt werden. Dort herrscht ein sehr netter Umgang und es haben sich schon schöne Kontakte daraus ergeben. Aber auch auf anderen Wegen hat das BAJ für neue und sehr nette Kontakte gesorgt. Das schätze ich sehr, und dafür bin ich auch sehr dankbar. Jetzt gerade ist eine Wichtelaktion gestartet und ich freue mich sehr darauf ein schönes Päckchen zu packen und auch selbst eines zu bekommen.

6. Eine Ausdrucksmöglichkeit für Trauer und Angst
Natürlich auch für andere Gefühle. Aber nach den schrecklichen Ereignissen vom letzten Wochenende habe ich viele schöne Seiten gesehen, mit denen Journaler ihre Gefühle ausdrücken. Oft mit einem gemalten oder gestempelten Eiffelturm, mit den Farben der Tricolore und mit tröstenden Bibelversen. Auch wenn ich (noch) keine Seite dazu gestaltet habe - es war schön und tröstlich diese Seiten zu sehen und mit Sicherheit tut es gut seinen Ängsten und seiner Trauer so Ausdruck zu verleihen.

Ich merke, dass das Bible Art Journaling mir nicht nur einen neuen Zugang zu Gottes Wort gibt, sondern mir auch hilft einen Teil meiner Persönlichkeit weiter zu entwickeln, der in den letzten Jahren oft brach liegen musste. Auch wenn ich mir die Zeit dafür manchmal regelrecht klauen muss - es tut mir wahnsinnig gut.
Habt ihr schonmal gejournalt? Wie sind eure Erfahrungen?

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