Mittwoch, 28. Oktober 2015

Die Herbstchallenge Woche 4 - Die Küche ist nicht nur zum Kochen da, sondern auch zum Klönen

Hallo ihr Lieben!

Wir sind schon in der letzten Woche der Herbstchallenge, diesmal begeben wir uns in die Küche. In den letzten Jahren standen in dieser Woche oft die guten Düfte und Aromen im Vordergrund. Diesmal stellt C
Courtney etwas anderes in den Mittelpunkt. Die Küche ist nicht nur der Ort, an dem man kocht, sondern dort entstehen auch gute Gespräche, man bleibt miteinander in Verbindung. Um auch im Deutschen bei der "K"-Alliteration zu bleiben - und weil es sehr gut passt - habe ich in der Überschrift das plattdeutsche Wort "klönen" gesetzt. Es bedeutet genau das: gemütlich beisammen sein und sich in Ruhe unterhalten. Courtney Originalpost findet ihr hier, meine sinngemäße Übersetzung ist hier in Kursivschrift.
The Kitchen Is Not Just For Cooking But For Connecting
Courtney schreibt:

Diese Woche konzentrieren wir uns auf die Küche - das Herz unseres Zuhauses. 
Gott hat unsere Geschmacksknospen, unseren Geruchssinn und auch unsere Augen geschaffen, die zu schönen Dingen hingezogen werden - alles zu unserer "Sinnesfreude". Er schuf knackige grüne Paprika, weiche Pfirsiche, saftige Wassermelonen, saure Zitronen und Süßkartoffeln. Gott ist wirklich kreativ!

Edith Schaeffer sagt in "The hidden Art of Homemaking":
"Ebenso, wie es gut ist mit den Händen in der Erde zu arbeiten und zu pflanzen, so ist es gut mit seinen Händen Brotteig zu kneten. Es liegt etwas sehr Gutes darin, an dieser Schöpfungskraft des Lebens beteiligt zu sein. Selbstgebackenes Brot, selbstgebackene Plätzchen und Kuchen, selbstgekochte Suppe, ob mit selbstgezogenem Gemüse oder welchem vom Markt, selbstgemachte Marmeladen und selbst Eingelegtes - oft sind dies ganz vergessene Künste."

Ich muss zugeben, dass diese Liste nicht gerade meine Art zu kochen repräsentiert. Ich backe nur sehr selten selbst Brot, ich bevorzuge schnelle und einfache Rezepte. 
Aber das Zusammensein am Küchentisch ist es, was gut für unsere Seelen ist. 

In Lukas 11, 3 trägt Jesus uns auf zu beten 
"unser tägliches Brot gib uns heute" 
Wir in Nordamerika müssen uns nur in den seltensten Fällen um unser tägliches Brot sorgen, trotzdem sollten wir nicht vergessen, Gott für das Essen zu danken.

Gemeinsam vor dem Essen zu beten und Gott zu danken ist ein Geschenk und eine wunderschöne Erinnerung für unsere Kinder!

Ich erinnere mich, dass in meiner Kindheit vor dem Abendessen immer ein lauter Piepton ertönte. Meine Mutter stöpselte das Telefon aus, damit unsere gemeinsame Mahlzeit nicht gestört wurde. 

Meine Mutter hat unsere gemeinsame Essenszeit geschützt. 

Sie hatte immer selbstgekochtes Essen und einen Nachtisch parat. Wir beteten, dann aßen wir und unterhielten uns dabei. Als meine Schwestern und ich älter wurden hatten wir Termine, die sich mit dem gemeinsamen Abendessen überschnitten. Aber wenn wir später am Abend nach Hause kamen, wartete auf uns immer eine warme Mahlzeit und unsere Mutter, bereit zum reden und zuhören. 

Ich bin fest davon überzeugt, dass diese gemeinsamen Mahlzeiten uns zusammengeschweißt und dafür gesorgt haben, dass wir uns auch heute noch sehr nahe stehen. 
Wir treffen uns regelmäßig einmal im Monat mit der gesamten Familie (Fotos von Courtneys Familie und Einzelheiten findet ihr in ihrem Post).

Während ich aufwuchs erschien es mir völlig normal, dass man als Familie gemeinsam isst. Dann heiratete ich meinen Mann. Er kannte gemeinsame Mahlzeiten in dieser Form nicht. Zu seinen schönsten Kindheitserinnerungen gehören die Feiertage, an denen seine Mutter für alle kochte und alle gemeinsam am Tisch saßen. 
Erst da habe ich begriffen, dass unsere regelmäßigen gemeinsamen Mahlzeiten etwas besonderes waren. 

Edith Schaeffer schreibt auch:
"Essen kann keine spirituellen, emotionalen oder psychologischen Probleme lösen, aber das Gefühl geliebt und umsorgt zu sein, die positiven Empfindung durch den Geschmack und Geruch des Essens, das Steigen des Blutzucker und das physische Wohlbefinden, das hilft jedem, in den nächsten Stunden seinen Problemen besser gegenüber zu treten."

Alexis und ich bleiben beim Schälen der Kartoffeln und Pellen der Eier in Verbindung. Sie liebt es, eine Suppe zu kochen oder Zutaten zu vermischen. Sie liebt es den Tisch schön zu decken, mit Servietten und schönem Porzellan. Wir müssen keine Gäste haben, um den Tisch schön herzurichten. Wir machen unser Heim schön, wenn wir unserer Familie auch als etwas Besonderes behandeln. 

Lasst uns unsere Familien in dieser Woche dadurch segnen, dass wir etwas Besonderes für sie kochen. Und während unsere Kerze weiter brennt und die Musik leise spielt, könnt ihr ja vielleicht diese Fragen als Gesprächseinstieg mit euren Kindern benutzen:
1. Wenn du Gott eine Frage stellen könntest, welche wäre das?
2. Wenn du einen Film drehen könntest, was wäre das Thema?
3. Wenn du eine Superkraft hättest, welche sollte es sein?
4. Wenn du ein anders Land besuchen dürftest, welches würdest du wählen?
5. Welche drei Dinge würdest du mitnehmen, wenn du das Haus in einem Notfall schnell verlassen müsstest?
6. Wenn du eine Sache an unserer Familie ändern könntest, was würde das sein?
7. Erzähle, was du an jedem Familienmitglied besonders magst!
8. Wenn du 1000 € gewinnen würdest, was würdest du damit tun?
9. Nenne zwei Dinge, die du an dir magst und eine Sache, an der du arbeiten möchtest.
10. Wenn du ein Gemüse verbieten könntest - welches wäre es und warum?

Die Challenge dieser Woche: 
Lass die Kerze brennen und die Musik spielen. Konzentriere dich auf die Küche und darauf, mit deinen Familienmitglieder in Verbindung zu sein. 
Koche Gerichte, die gut duften. Warte nicht auf einen besonderen Anlass, um eine Mahlzeit schön zu gestalten. Mache einfach so etwas Besonders um deiner Familie deine Liebe und Wertschätzung zu zeigen. Lade deine Kinder und auch deinen Mann ein, mit dir zusammen in der Küche zu arbeiten. Redet, lacht, probiert, seid kreativ!
Denke daran, wie wichtig gemeinsame Mahlzeiten für eine Familie sind!
Lebe deiner Familie in dieser Woche Liebe und Güte vor. 

Unten in Courtneys Post findet ihr noch die Links zu einigen ihrer Rezepte.

Ich werde auf jeden Fall mal versuchen, Courtneys Vorschläge umzusetzen. Ich glaube die Fragen führen zu einigen interessanten Gesprächen...

Wie geht es euch mit der Herbstchallenge?

Ab nächste Woche startet Courtney eine neue Serie, bezogen auf Thanksgiving. Soll ich auch die versuchen, für euch zu übersetzen? Besteht bei euch Interesse?

Liebe Grüße

Kommentare:

froh und bunt hat gesagt…

Hallo,

ich finde die Gedankenanstösse sehr gut und würde mich freuen, wenn du die nächsten Themen auch übersetzen würdest!

Liebe Grüße und eine gute Woche wünscht
Maike

petra kannchen hat gesagt…

Hallo Sthephanie,
bei uns ist die Küche der Mittelpunkt.Hier treffen wir uns zum reden,kochen und essen.Ich koche und backe viel selbst.Oft mit meinem Sohn zusammen,er lernt Bäcker.Heute saß er am Küchentisch und arbeitete und ich habe gekocht.Zwischendurch mußte er seinen Frust los werden.Dann wurde gemeinsam gegessen.Also ich finde diese Woche passt die Challenge super zu uns.
Liebe Grüße Pippi

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