Montag, 31. August 2015

Capuccino und Latte Macchiato ohne Kapseln und Maschinen machen

Früher habe ich überhaupt keinen Kaffee getrunken. Als meine Schwiegermutter eine Dolce Gusto Maschine geschenkt bekam, fand ich langsam Gefallen an einem Latte Macchiato ab und zu. Bald legten wir uns auch eine solche Maschine zu. Irgendwann wurde es aber sehr teuer, ständig die Kapsel dafür zu kaufen - und viel Müll machte es auch. Wir sind dann auf einen Vollautomaten umgestiegen, und haben die Dolce Gusto nur noch im Urlaub genutzt. Im letzten Urlaub haben wir uns aber an die ganz klassische Methode gehalten: mit Espresso-Kocher und Milchaufschäumer. 
Bisher hatte ich mich mangels Erfahrung nicht an die Espressokocher getraut, aber während der Sprach-Reha hatte eine Mitbewohnerin einen dabei und so hatte ich direkt "Anschauungsunterricht". 
Diese klassische Methode ist aber tatsächlich sehr einfach und sehr kostengünstig.

Man braucht: 
einen Milchaufschäumer: 
Ich würde keinen superbilligen nehmen, aber eine halbwegs gute Qualität bekommt man schon für 5-6 €.
Einen Espressokocher:
ganz klassisch italienisch sind sie aus Aluminium und auch schon für wenige Euro zu bekommen. Wir haben uns aber für eine Edelstahlvariante entschieden, zum einen weil Aluminium ja auch durchaus kritisch gesehen wird, zum anderen, weil der Kocher aus Edelstahl auch mal in die Spülmaschine darf. Es gibt unterschiedliche Größen. Wir haben einen für zwei Tassen gekauft, aber es sind auch wirklich nur zwei kleine Espressotässchen drin. Im Zweifelsfall würde ich lieber einen etwas größeren Kocher kaufen. 
Einen Herd
 Wenn man den Espressokocher aufschraubt und das Sieb herausnimmt kann man das Wasser einfüllen - immer bis kurz unter dieses Ventil.
 Dann wird das Sieb wieder eingesetzt und mit Espressopulver gefüllt. Nicht festdrücken bitte, sondern nur locker füllen.

 Dann wird das Oberteil wieder aufgeschraubt und der Kocher auf den Herd gestellt. Platte an und warten. Gleichzeitig erwärmt man die benötigte Menge Milch auf dem Herd. Wenn die Milch warm genug ist, schäumt man sie auf.
Mein Tipp: So ein Milchaufschäumer macht mitunter sehr viel und sehr festen Milchschaum. Wenn man seinen Kaffee nicht nur löffeln, sondern auch trinken will, kann man Glas bzw. Tasse auch zuerst zu ca. einem Drittel mit der warmen Milch füllen und dann den Rest aufschäumen und dazugeben.


 Inzwischen sollte der Espresso kochen. Wenn das Wasser im unteren Teil kocht steigt es durch den Stab in der Mitte nach oben. Wenn der Kaffee fertig ist, gibt man ihn einfach in die aufgeschäumte Milch. Aber vorsicht: Der Espressokocher ist wirklich heiß!



Den Milchaufschäumer sollte man direkt abspülen - die getrocknete Milch lässt sich sonst schwer entfernen. Sobald der Espressokocher abgekühlt ist, kann man ihn einfach aufschrauben, das Sieb mit dem Espressopulver rausnehmen und alles säubern.
Habt ihr schon einmal auf diese Weise Cappuccino oder Latte Macchiato gemacht?

Kommentare:

Chris T hat gesagt…

Liebe Stephanie,
ich habe seit Jahren einen Espressokocher dieser Art ungenutzt im Küchenschrank stehen....wollte es immer mal versuchen. Welchen Kaffeebohnen nimmst Du denn? Würde mich über nen Tipp freuen.
Liebe Grüße
Christa

Stephanie T hat gesagt…

Hallo Christa,

ich habe Espresso-Pulver gekauft, also fertig gemahlen. Das gab es einfach im Supermarkt. Wenn du die Möglichkeit hast, Bohnen frisch zu mahlen, müssten eigentlich die gleichen Bohnen funktionieren, die man auch für den Vollautomaten benutzen kann...

Liebe Grüße
Stephanie

saadiya hat gesagt…

Hmm wir sind ja bisher nur Teetrinker, aber irgendwie komme ich auch langsam auf den Kaffeegeschmack und überlege auch schon hin und wieder in welcher Form ich mir leckere Cappuccinos machen kann, deine Variante hört sich gut an, vielleicht werde ich das auch mal ausprobieren. Danke für den Tipp!

Lg
Sissy

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