Montag, 31. März 2014

Rückblick auf das Zirkusprojekt

Ich habe ja schon erzählt, dass in der letzten Woche an unserer Grundschule ein Zirkusprojekt stattgefunden hat und möchte euch an dieser Stelle etwas ausführlicher davon berichten.

Da unser Schulleiter in diesem Sommer in den Ruhestand geht kam die Idee auf, etwas als besonderen Abschluss zu machen. Von Zirkusprojekten hatten wir gehört, aber an unserer Schule gab es das noch nicht. Wir haben uns also erstmal schlau gemacht und festgestellt, dass es viele solche Zirkusprojekte gibt. Die Kosten und konkreten Bedingungen sind durchaus unterschiedlich, der Vergleich lohnt sich. Wichtig ist auch, dass die Lehrer dahinter stehen. Mitunter werden sie sehr stark eingebunden, oft begleiten sie die Kinder nur.
Zur Finanzierung braucht man Spenden - ganz alleine trägt sich das Projekt wohl nicht. Ohne engagierte Eltern geht es auch nicht - aber es lohnt sich!

Bei uns war es so, dass die Kinder vor der Zirkuswoche aussuchen konnten, was sie gerne machen würden. Sie wurden von den Lehrern entsprechend eingeteilt. Natürlich gab es zu Beginn der Woche noch einzelne Verschiebungen.
 Für jede Zirkusnummer gab es zwei Gruppen, da es auch zwei Vorstellungen gab. In diesen Gruppen haben die Kinder die Zirkuswoche verbracht. Sie hatten jeden Tag vier Stunden, davon eine halbe Stunde intensives Training für den Auftritt. Mir kam das zunächst sehr wenig vor, aber das Ergebnis war beeindruckend.
In der übrigen Zeit haben die Kinder gebastelt, gespielt und ein bisschen thematisch zum Thema Zirkus gearbeitet. Hausaufgaben gab es keine, und damit war es fast eine Art Ferienwoche für Kinder und Eltern. Das Training für den Auftritt hat den Kindern sehr viel Spaß gemacht und alle haben ihrem Auftritt entgegen gefiebert.
Alle Kinder wurden im Kostüm fotografiert. Diese Bilder kosteten zwar 5 €, aber wie viele Bilder von sich und einer Python bekommt man in seinem Leben? 

Am Freitagnachmittag war es dann so weit. Die Kinder wurden geschminkt und kostümiert, die nicht weniger aufgeregten Eltern, Großeltern und Geschwister haben sich einen Platz im Zelt gesucht.
Dann zogen alle Kinder ein - ein Moment in dem sicherlich den meisten Müttern schon das Wasser in den Augen stand.... (da sind wir glaube ich alle gleich...). Es war aber auch ein toller Anblick, die aufgeregten Kinder mit den tollen Kostümen!
Dann ging es los: Es gab Jongleure, Trapezkünstler, Cowboys, Orientalischen Tanz, Bodenakrobatik, Seiltänzer, Clowns, Trampolinspringer und sogar besonders wilde Tiger! Keine Angst - es waren natürlich verkleidete Kinder.... besonders süß war aber der kleinste Tiger - ein Kind der Zirkusleute! Eine Gruppe Jungs trat auch als Fakire und Feuerschlucker auf - ganz besonders cool, in Jeans und Ripp-Unterhemd, z. T. mit Sonnenbrille - Was für ein Anblick! Vor allem, weil dort kräftige Viertklässler neben schmächtigen Zweitklässlern standen - die aber nicht weniger cool waren!
Was die Kinder einstudiert haben hat, glaube ich, alle Eltern überrascht. Das soviel in so relativ kurzer Zeit möglich ist, hätten wir nicht gedacht! Es waren sehr unterhaltsame 2 1/2 Stunden und keine Sekunde langweilig.
Besonders schön war es zu sehen, dass so manch schüchternes Kind seinen großen Applaus bekam und mit einer eigenen kleinen Nummer kurz im Mittelpunkt stand. Ebenso gab es Kinder, die sonst eher negativ auffallen und die auf einmal positiv im Zentrum der Aufmerksamkeit waren, und verdienten und anerkennenden Applaus bekamen. Andere Kinder waren wirklich mutig (z. B. die Feuerschlucker) und bekamen auch dafür ihren verdienten Applaus.
Auch Kinder, die durch "Vorkenntnisse" (z. B. jahreslanges Turnen im Verein) mehr konnten, durften auch mit ihren Fähigkeiten glänzen - ohne, dass die anderen in den Schatten gestellt wurden. Das diese Balance tatsächlich gelungen ist, hat mich besonders beeindruckt.
Da das Publikum ja fast ausschließlich aus den Verwandten und Freunden der Kinder bestand, war es auch gar kein Thema, wenn etwas mal nicht sofort klappte. Es gab aufmunternden Applaus und wenn es dann geklappte hatte einen besonders donnernden Applaus. Apropro: Ich glaube allen taten nachher die Hände vom Klatschen weh...
Soweit ich das mitbekommen habe, sind nicht nur alle Eltern sondern auch die Lehrer sehr zufrieden mit dem Zirkusprojekt.

Mein bzw. unser persönliches Fazit:
Die Arbeit, die auch wir im Vorfeld und während des Projekts hatten, hat sich gelohnt! Für die Kinder war es ein tolles und einmaliges Ereignis. Sowohl für den einzelnen Schüler, als auch für die Schulgemeinschaft war es eine tolle Woche. Falls wir in drei Jahren genug engagierte Eltern an der Schule haben, werden wir vielleicht noch einmal so ein Projekt durchziehen.

Ach ja: Bessere Fotos kann ich euch leider noch nicht bieten. Zunächst hieß es nämlich, dass während der Vorstellung nur Bilder von einer (von uns Eltern engagierten) Fotografin gemacht werden dürfen. Daher hatten wir nur die Handys mit und konnten nur damit fotografieren. Und da ich mit Clara beschäftigt war, hat mein Mann die Bilder gemacht - aber irgendwie vergessen, dass es eine Zoomfunktion gibt...;-)

Welcher Zirkus genau an unserer Schule war könnt ihr ja sehen. Falls ihr Genaueres wissen möchtet, schreibt mich ruhig an, ich möchte hier nur keine Zahlen veröffentlichen.

1 Kommentar:

Stephie hat gesagt…

Mein Sohn hatte so eine Zirkuswoche, als er in der 2. Klasse war. Das war richtig toll und hat allen Kindern gut gefallen!
Schoen, dass Ihr auch diese Gelegenheit hattet!
Stephie



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