Dienstag, 12. März 2013

Nomen est Omen? - Die Eltern-Kind-Blogparade im März 2013


Eltern-Kind-Blogparade im März 2013: Nomen est Omen oder die unterschiedlichen Herangehensweisen an die Namenswahl
Namenswahl Babynamen

Ein schönes Thema hat sich Testmama Kerstin da für den März ausgesucht!

Wie kamen unsere Kinder zu ihren Namen?

Bei der ersten Schwangerschaft standen uns namenstechnisch quasi "alle Türen offen". Kaum jemand in unserem Freundeskreis hatte kaum jemand ein Kind, wir waren in keinster Weise festgelegt.
Da ich zu dieser Zeit im Sozialamt gearbeitet habe, wollte ich auf keinen Fall einen der Namen nehmen, die mir dort ständig begegneten. Ebenso wollten wir keinen Namen vergeben, der bei vielen Leuten negative Assoziationen hervorruft. Es gibt sicherlich total nette und liebe Kevins, aber ich möchte meinem Kind keinen Namen geben, der es für andere negativ abstempelt.
Ein Name, der mit "T" anfängt oder aufhört passt nicht zu unserem Nachnamen, es klingt einfach blöd.

Das waren also die grundsätzlichen Überlegungen. Wir haben über nordische und niederländische Namen nachgedacht, auch altdeutsche wie "Louisa" waren im Rennen - aber wir sind bei einem "Klassiker" geblieben: Sophia
Sophia kommt aus dem Griechischen und bedeutet: Die Weisheit. Eine sehr schöne Bedeutung wie ich finde.
Der Name "Sophie" war zu dieser Zeit auf den Ranglisten ganz oben, aber er wurde sehr sehr oft als Zweitname vergeben. Tatsächlich ist Sophia erst in der Grundschule eine Namensvetterin begegnet - in der Parallelklasse.

Klar war für uns auch: Unsere Kinder bekommen zwei Namen.
Einmal ist es schön, zwei Namen aussuchen zu können, die sich ergänzen und zusammen schön klingen. Dann  finde ich es praktisch für den Fall, dass ein Kind mit seinem Namen aus irgendeinem Grunde nicht zurecht kommt. Dann kann es sich einfach beim zweiten Vornamen rufen lassen. Wir hatten tatsächlich eine Freundin, die mit ihrem Vornamen (Birgit) eine zeitlang ein großes Problem hatte - sie hätte gerne eine zweiten Namen gehabt.
Außerdem haben wir uns entschlossen, dass die zweiten Namen unserer Kinder einen Bezug zur Familie haben sollen. Für uns ist das ein schönes Zeichen der Verbundenheit über die Generationen hinaus. Schon lange bevor ich das erste Mal schwanger war, war für mich klar: Bekomme ich mal eine Tochter, erhält diese auch meinen zweiten Vornamen, den Namen meiner Patentante, den zweiten Vornamen meiner Mutter und den Namen meiner Urgroßmutter: Katharina (gr. die Reine).

Noch bevor ich zum zweiten Mal schwanger war hatte ich einen Geistesblitz: Der perfekt passende Jungenname zu Sophia ist Justus!
Wir haben zwar während der Schwangerschaft Namensbücher gewälzt, aber kein Name war so perfekt wie Justus. Dann wollten wir die Namen der Großväter verwenden: Karl und Theodor. Theodor hieß außerdem der Großvater meines Mannes.
Dann vermuteten die Ärzte aber ein Mädchen... und wir waren etwas überrascht, dass es doch ein Junge war. Und überglücklich, denn irgendwie hatte ich es immer geahnt, dass dieses Kind ein Junge ist!
Im Kreisssaal waren wir uns mit dem zweiten und dritten Namen aber nicht mehr so sicher. Spontan hatte ich die Idee, ihm als zweiten Vornamen den Namen meines Mannes zu geben: Martin.
Mein Mann hat sich sehr gefreut und Vater und Sohn sind heute beide sehr stolz darauf, den gleichen Namen zu tragen. Der heilige Martin ist als Namenspatron sehr zugänglich und Justus freut sich jedes Jahr besonders darauf.
Als mein Schwiegervater ein halbes Jahr später plötzlich verstarb waren wir doch etwas traurig über die Entscheidung. Seitdem ist klar: Sollten wir nochmal einen Jungen bekommen, bekommt er die Namen der Großväter! Fehlt allerdings noch der erste Vorname....

Dann war ich zum dritten Mal schwanger. Die Namensdiskussion war viel schwieriger. Wir hatten uns ja etwas mehr festgelegt, ein Name wie "Marieke" oder "Sönke" hätte jetzt nicht mehr wirklich dazugepasst.
Das wir nach einem Feinultraschall ziemlich sicher von einem Mädchen ausgehen konnte, machte die Sache viel leichter. Wir schwankten zwischen Leona und Clara und letztlich haben die Kinder "Leona" entschieden.
Diesen Namen kann man sowohl von "Leo" - der Löwe (lat) als auch von Eleonora ableiten (arab: Gott ist mein Licht). Dieser Name ist nicht ganz so klassisch, passt aber trotzdem gut dazu.
Als zweiten Namen wollten wir zunächst "Dorothea", die weibliche Form von Theodor. Dieser Name bedeutet "Geschenk Gottes" - eine schönere Bedeutung kann ein Name ja eigentlich nicht haben. Auf dem Weg zum Krankenhaus, schon mit ziemlichen Wehen, habe ich mich dann aber noch umentschieden: Anna  (hebr. die Begnadete) war der zweite Vorname meiner über alles geliebten Oma und auch der Name von Martins Oma: Leona Anna sollte es also sein.
Interessanterweise lief auf dem Weg zum Krankenhaus (10 Minuten Fahrt um vier Uhr morgens) tatsächlich Leona Lewis im Radio! Die Sängerin hat die Nameswahl zwar nicht beeinflusst, aber das habe ich eindeutig als Zeichen gesehen, dass der Name der Richtige sein muss!

Für unser drittes Mädchen war Clara immer der Favorit. Aber auch hier habe ich Namensbücher gewälzt, einfach um ganz sicher zu sein. Sicher war: Mädchennamen müssen bei uns mit "a" enden.
Auch der zweite Vorname stand bald fest: Louisa - nach der anderen Großmutter meines Mannes. Clara kommt aus dem lateinischen und bedeutet: die Strahlende, Louisa aus dem Althochdeutschen: die berühmte Kämpferin.
Dorothea war auch wieder in der Diskussion, denn die Bedeutung: Gottesgeschenk passte bei Clara ganz besonders. Aber "Clara Louisa" gefiel uns vom Klang so gut, da hatte Dorothea keine Chance mehr...
Interessant ist, dass wir uns wirklich nur bei Justus schnell auf einen Jungennamen einigen konnten. Das Clara ein Mädchen würde war mir eigentlich klar, als wir einfach keinen Jungennamen finden konnten...

Schon interessant ist das mit den Namen...

Liebe Grüße
Stephanie

Kommentare:

knutschitestet hat gesagt…

Hallo,

ihr habt auch sehr schöne Namen für eure Kinder. Leona höre ich zum ersten Mal und ich finde ihn wunderschön. LG knutschimund

Testmama hat gesagt…

Ich liebe Leona. ;)

Ich mag eure Namenswahl generell total gerne und ich kann diese Festlegung in eine Richtung auch nachvollziehen. Uns ging das ähnlich, unsere drei ersten tragen nordische Namen... beim vierten sind wir allerdings entgleist und zum Emilismus übergewandert. Allerdings finde ich, dass es trotzdem gut passt. :)

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