Dienstag, 5. Februar 2013

Kinder und Essen - Die Eltern-Kind-Blogparade im Februar

Testmama Kerstin hat wieder eine schöne Aufgabe für uns: 


Eltern-Kind-Blogparade Februar Kinder Ernährung
Ich möchte von euch im Februar wissen, welches Verhältnis eure Kinder zum Essen haben, ein paar tolle kindgerechte Rezepte kennenlernen und alles erfahren, was euch zum Thema Ernährung vn Kindern einfällt. Ganz egal ob es um Beikost geht, um den normalen Familientisch oder etwaige Vorlieben eurer Kinder, erzählt mir, was ihr esst, was eure Kinder essen und ob es bei euch ggf. auch kleinere oder größere Probleme bei dem Thema gibt.


Unsere Älteste ist, was das Essen anbelangt ein Musterkind. Sie hat brav und planmäßig ihren Brei gefuttert, immer gerne Neues probiert und sie isst immer noch problemlos fast alle Sorten Obst und Gemüse. 
Leider haben sich ihre Geschwister nichts davon abguguckt. Sowohl Justus als auch Leona sind sehr wählerische Esser. Nur eine sehr überschaubare Anzahl Obst- und Gemüsesorten wird von den beiden gegessen. Etwas Neues probieren? Lieber nicht! 

Von dem einen oder anderen werde ich jetzt vielleicht Prügel beziehen - aber ich bin nicht der Ansicht, dass man Essen zu einem großen Stress-Thema machen sollte. Natürlich ist es lästig wenn die Kinder (gefühlt) nichts gesundes Essen wollen - aber man kann sie ja nicht zwingen, Oder nur mit Drohungen, Strafen usw. Sollen die Kinder Essen immer mit Druck, Angst und vielleicht sogar Ekel in Verbindung bringen? 
Ich versuche also, die Kinder immer wieder zum Probieren anzuhalten. Aber ich zwinge sie nicht dazu. 

Es gibt ein paar Standardgerichte die ich möglichst gesund zubereite:
Kartoffel-Spinat-Auflauf

Mit "gesund" meine ich in diesem Zusammenhang möglichst vitamin- und mineralstoffreich - nicht fettarm! 

In die Bolognesesauce oder auch in Lasagne schummel ich gerne geriebene Möhren mit rein. Außerdem benutze ich passierte Tomaten und keine Fertigsaucen.
Einmal pro Woche gibt es in der Regel ein Eintopfgericht oder eine Gemüse-Creme-Suppe. Püriert und als Suppe wird nämlich fast alles gegessen. Besonders beliebt sind dazu Backerbsen - unsere Kinder essen alles, was nur halbwegs nach Suppe aussieht am liebsten mit Backerbsen!  Mit so einer Gemüsesuppe haben die Kinder zumindestens an ein bis zwei Tagen schonmal viele Vitamine drin. 
Kartoffeln gibt es auch eigentlich einmal pro Woche. Für die Kinder zählen sie nicht als Gemüse, sind aber trotzdem gesund. Und in Form von Kartoffelpüree sind sie besonders beliebt!
Ansonsten versuche ich möglichst viel Gesundes in normalen Gerichten zu verwenden: z..B. Brot selbst backen und dabei einen Anteil Vollkornmehl oder auch z. B. Hafer verwenden, Beeren pürieren und als Nachtisch mit Joghurt oder Quark servieren, täglich Äpfel als Snack anbieten (das einzige Obst das gerade alle Kinder mögen). 

Im Moment habe ich mir selbst eine Kochbuch-Challenge gestellt: 20 Wochen lang möchte ich pro Woche wenigstens ein neues Gericht ausprobieren. Gerichte aus meinen Kochbücher, die ich immer schonmal ausprobieren wollte oder auch Rezepte anderer Blogger. 
Manchmal ist es anstrengend, wenn zwei Kinder jedes neue Gericht erstmal ablehnen- aber da ist ja immer noch ein Kind und auch zwei Eltern, die sich über neue Ideen freuen und schon so manches neues Lieblingsessen gefunden haben. 

Was meine schlechten Esser betrifft: Ich bin davon überzeugt, dass auch sie irgendwann mehr und besser essen werden. Die Neugier wird siegen wenn das Angebot an gesundem Essen da ist. Bis dahin werde ich unser Familienleben nicht vom Thema Essen bestimmen lassen. Ich versuche mein Bestes, ohne mir und den Kindern damit Stress zu machen. Erste Erfolge stellen sich zwischendurch ein, wenn dann doch einmal etwas probiert wird.
Einen gewissen Aufwand ums Essen bin ich bereit zu betreiben - denn gesundes Essen ist schon ein wichtiges Thema. Aber gerade im Zeitalter des Essstörungen ist mir ein unverkrampfter Umgang mit Essen wichtiger als der leergegessene Teller. 
Am wichtigsten finde ich sowieso, dass die Mahlzeiten gemeinsam als Familie eingenommen werden - soweit das möglich ist. 

Ein paar Tips für Gemüsemuffel habe ich vor einiger Zeit schonmal hier zusammengefasst. 
Unter dem Label "Küche" findet ihr weitere Gerichte, die ich im Laufe der Zeit schon gepostet habe. Und jetzt bin ich sehr gespannt, was der Rest so zu diesem Thema schreibt...

Kommentare:

Muschelsucher hat gesagt…

Ich denke, meine gemüsemäkeligen Kinder werden auch dann alles essen, wenn sie es selber bezahlen müssen.... vorher glaube ich nicht an das Wunder.

Ich koche inzwischen ungerührt von den Mäkeligkeiten, jeder ißt dann das, was er mag oder dann eben erst zur nächsten Mahlzeit mehr.

Da alle Kinder Obst und Salate essen, VK Brot usw wird keines unterversorgt sein. Aber eine reine Fleischmast, wie es die pubertierenden Jungen gerne hätten (sie werden echt zu Werwölfen, Haare sprießen und Fleischhunger steigt) lass ich auch nicht zu.

Lieblingsgericht ist: Selbstgemachtes Kartoffelpü in flache Auflaufform. Löcher reindrücken, Eier hineinschlagen, mit Sesam und Käse bestreuen und überbacken, bis Eier gar sind.
Gefunden in Kraut und Rüben meine ich.

Liebe Grüße

Julia in England hat gesagt…

Gute Idee mit dem Kochbuch-Challenge! Irgendwie sind es doch immer wieder die gleichen Rezepte, die es bei uns gibt (nicht, weil die Kinder nichts probieren wollen, sondern weil mir die Ideen fehlen...). Sollte ich auch mal machen!

Testmama hat gesagt…

Ich mag deinen Artikel und zwar deshalb, weil ich es befürworte, wenig Stress ums Essen zu machen, ich sehe das wie du.

Wir hatten damals mit dem Großen eine Phase, in der er nur Brot (pur) aß, dazu Gurken und Trauben und ein bisschen Milch. Einmal die Woche (höchstens) aß er ein Wienerle. Ich habe mich tatsächlich eine Weile lang verrückt gemacht und ihn und mich gestresst - bis ich zu dem Punkt war, an dem ich dachte, dass das so nicht weitergehen kann. Das Kind fühlte sich unter Druck gesetzt, ich war genervt, ein ewiger Teufelskreis.

Heute lasse ich sie essen, was sie wollen (also natürlich ausgewogen), aber wenn sie jeden Tag Nudelsuppe wollen, sollen sie sie haben. Ist zwar für uns Erwachsene nicht schön, aber da weiß ich, dass sie sie essen und ungesund ist das auch nicht. Gemüse bekomme ich kaum an die Kinder, dafür essen sie Obst. Wir leben - aktuell ;) - sehr gut damit. :)

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