Donnerstag, 28. Februar 2013

Das Frischkornbreiexperiment und: die Kochbuchchallenge ist geschafft!

20 Wochen anders kochen - das hatte ich mir vorgenommen. Und es hat geklappt - ich habe einige neue Rezepte ausprobiert und die meisten haben sich als durchaus alltagstauglich herausgestellt.
Ohne die "Verpflichtung" hier jede Woche davon zu berichten hätte ich wahrscheinlich nicht so durchgehalten. Wahrscheinliche wird es in Zukunft immer wieder mal eine Kochbuchchallenge geben - vielleicht für jeweils vier Wochen in den unterschiedlichen Jahreszeiten? Mit einem Link-up für jahreszeitliche Rezepte? Die Idee gefällt mir - was sagt ihr dazu?

In der letzten Woche habe ich endlich etwas geschafft, das ich mir schon lange vorgenommen hatte: Frischkornbrei ausprobieren!

Frischkornbrei gehört ja sozusagen zu den "Säulen" der Vollwerternährung. Die Zubereitung ist eigentlich sehr einfach. Zwei Varianten habe ich ausprobiert:

Zunächst schrotet man in der Getreidemühle (eine Kaffeemühle soll es auch tun) das Getreide. Zwei bis drei Esslöffel reichen pro Portion (mir zumindestens...). Ich habe eine Sechskornmischung genommen und einmal noch ein paar Leinsamen dazugegeben.

Die erste Zubereitungsvariante habe ich aus einem Kochbuch für Kleinkinder: Das Getreide mit ungefähr der gleichen Menge Apfelsaft verrühren und kurz aufkochen. Eventuell noch Apfelsaft zugeben, damit der Brei nicht zu dick wird (einfach nach Gefühl...). Den abgekühlten Brei über Nacht im Kühlschrank aufbewahren.
Das war eine große Portion

In der zweiten Variante wird das Getreide einfach in Wasser eingeweicht und ebenfalls über Nacht im Kühlschrank gelagert.
Heute morgen mit Joghurt
Morgens verfeinert man den Brei mit Joghurt und frischem Obst. Man kann natürlich auch Nüsse, Milch, Trockenfrüchte usw. dazugeben - ganz nach Belieben.

Unser Fazit: Ein leckeres und supergesundes Frühstück! Das Vorbereiten am Abend macht kaum Arbeit. Wichtig ist nur, den Brei immer frisch zuzubereiten. Falls mal etwas übrig bleibt kann man die Reste bestimmt gut in einem Brot verbacken...

Heute gibt es auch wieder den "Kinder, Küche, Kirche"-Link-up, allerdings zum letzten Mal in dieser Form. Seit vielen Monaten biete ich den Link-up an, ohne dass er wirklich angenommen wird.
Daher werdet ihr in Zukunft die Möglichkeit haben, euch jeweils am ersten Donnerstag im Monat mit Themen zu "Kinder, Küche, Kirche" zu verlinken. Es geht also direkt nächste Woche weiter, dann allerdings erst wieder nach Ostern.



Verlinken dürft ihr Posts zu fast allen Themen:
Kinder: alles zum Thema Kinder und Familie, Erziehung, Ehe, Beziehungen allgemein,
Küche: Rezepte, Haushaltstipps, Gartenideen, Deko, Handarbeiten
Kirche: alles zum Thema Glauben und Spiritualität im weiteren Sinne, Nachdenkliches, Schönes, Bücheralso alles, was für uns Mütter und Familienmanagerinnen so interessant ist.

Bitte baut den Button und einen Link zurück in euer Posting oder auf eurem Blog mit ein. So finden uns noch mehr Leser! 

Kommentare:

Andrea hat gesagt…

Das spricht für eine Getreidemühle :-) Danke für das Rezept !

Liebe Grüße
Andrea

Turbulentes Leben in einer Großfamilie mit Besonderheiten hat gesagt…

Ich habe ja viele viele Jahre den Frischkornbrei gemacht, da ich mich zu der Zeit komplett vitalstoffreich vollwertig nach Dr. Bruker ernährt habe.

Am besten ist es, wenn man die Getreidekörner (3 EL pro Portion sind wirklich ausreichend) in der Getreidemühle grob schroten und mit sehr wenig Wasser verrühren. Es sollte gerade soviel Wasser sein, dass das Getreide gut durchnäßt ist, aber keine Flüssigkeit stehen bleiben.
Am nächsten Morgen einen Apfel mit Schale (vorher gewaschen natürlich) grob über einer Reibe reiben und sofort untermischen. Das lockert das Getreide auf. Dann nach Belieben ein bis zwei weitere Obstsorten klein geschnitten oder gewürfelt dazu geben, ebenfalls unterheben. Und dann....nach Bruker... 2 EL Sahne dazu geben. Fertig ist der Frischkornbrei nach Bruker.
Falls Info bedarf besteht, ich habe viele Bücher von Bruker, die ich auch verleihen würde. Vor allem Rezeptbücher.
z. B. - Streicheleinheiten - von der Kunst, schmackhafte Brotaufstriche zu zaubern von Ilse Gutjahr und Erika Richter.
- Die Vitalstoffreiche Vollwertkost nach Dr.M.O.Bruker von Ilse Gutjahr
- Die Naturküche - Vollwertkost ohne tierisches Eiweiß von Helma Danner

Als Lesestoff:
- Alles klar mit Haut und Haar von Susanne Kehrbusch

- Zucker Zucker - Krank durch Fabrikzucker - von süßen GEwohnheiten, dunklen Machenschaften und bösen Folgen für die Gesundheit
Dr. med. M. O. Bruker und Ilse Gutjahr

- Biologischer Ratgeber für Mutter und Kind
Ernährung, Stillen, Impfungen, Kinderkrankheiten
Dr. med. M. O. Bruker und Ilse Gutjahr
sehr sehr zu empfehlen.


alles aus dem emu-verlag.

dann wäre noch zu empfehlen,aber das Buch habe ich selbst leider nicht. "Unsere Nahrung - unser Schicksal" ebenfalls von Dr. Bruker und Ilse Gutjahr (jetzt heißt sie Gutjahr-Jung) geschrieben.

www.emu-verlag.de
www.dr-bruker.de
www.ggb-lahnstein.de

da könnt ihr mal schauen.

Ich war damals ganz kurz davor, eine Ausbildung zum Gesundheitsberater nach Dr. Bruker anzufangen. Alle Unterlagen hatte ich hier, aber dann kam die Arbeitslosigkeit von Jürgen dazu, finanzieller Engpass und auch ein ganz klein wenig "Muffensausen" von mir und jetzt bin ich ziemlich von der Vollwerternährung weg. Nicht, weil ich nicht mehr dahinterstehe, sondern weil es 1. sehr zeitintensiv ist, 2. meine Familie die ganzen Jahre kaum bis wenig dahinterstand und 3. es immer noch finanziell nicht wirklich umsetzbar ist. Und für mich alleine alles nur zu machen, dafür fehlt mir seit Ann-Sophies Geburt wirklich der Elan und die Disziplin. Aber...ich arbeite wieder daran, es mehr einzusetzen, zumindest für mich.
Das war jetzt aber ein langer Kommentar. Irgendwie weckte das meinen "Gesundheitsberatertrieb" hier was zu zu schreiben.

Liebe Grüße und einen schönen Abend noch.

P.S.: ich habe auch ganz tolle Rezepte für viele verschiedene Brotsorten und Gärkörbe für Sauerteigbrote (Sauerteig habe ich auch selbst angesetzt, also auch selbst den Grundansatz hergestellt)

Stephanie T hat gesagt…

Danke für die Infos Dani!
Das werde ich morgen früh dann mal so, im "Original" ausprobieren.

Magst du vielleicht mal über Sauerteigbrot und -ansatz schreiben? Da habe ich mich bisher nicht rangetraut...

Ganz liebe Grüße zurück
Stephanie

Turbulentes Leben in einer Großfamilie mit Besonderheiten hat gesagt…

Ja, kann ich gerne mal machen. Aber erst morgen, denke ich.

Sauerteig ist aber sehr zeitaufwendig. Ebenso das Brot. Bis das es fertig ist, sind es etwa 3 Tage, aber es schmeckt wahnsinnig gut und ist recht lange haltbar. Es gibt auch einige, die fertig gekauften Sauerteig verwenden und damit gut zurecht kommen. Dann braucht ein Brot nicht ganz so lange.
Morgen schreibe ich dir mal was. Hier oder wo?

Turbulentes Leben in einer Großfamilie mit Besonderheiten hat gesagt…

Ach so, ich habe die Getreidemühle "Fidibus 21" und für unsere Zwecke völlig ausreichend.

Louise hat gesagt…

Hallo!
Ich habe Deinen Blog vor kurzem für mich entdeckt. Als ebenfalls gläubige Christin mal eine willkommene Abwechslung zu den ganzen anderen Blogs die nie vom Glauben erzählen... Schade das Du mit der Aktion aufhören willst, da hätte ich große Lust zu gehabt mitzumachen und den Button mitzunehmen ;)

Liebe Grüße,
Louise
http://wirglueckskinder.blogspot.de/

Turbulentes Leben in einer Großfamilie mit Besonderheiten hat gesagt…

Grundansatz Sauerteig:
1. Tag
30g fein gemahlenes Roggenmehl
30ml warmes Wasser (40°) oder noch besser Trinkmolke, Buttermilch oder Sauermilch (ich habe es immer mit Wasser gemacht)

verrühren und an einen warmen, aber nicht heißen und nicht zugigen Ort stellen. Etwa 10 - 12 Stunden stehen lassen. Deshalb am besten abends ansetzen

2. Tag
zu dem Ansatz vom Vortag wieder
30g fein gemahlenes Roggenmehl
30ml warmes Wasser (s.o.

verrühren und wie am ersten Tag 10 - 12 Std. s. o.

3. Tag
zu dem Ansatz vom Vortag, der jetzt schon so leicht blasig sein sollte
40g fein gemahlenes Roggenmehl
40ml warmes Wasser (s.o.)

verrühren und wie die Tage davor verfahren also 10 - 12 Std. s. o.

Nun ist der Grundansatz fertig und kann im Kühlschrank mehrere Wochen aufbewahrt werden, am besten in einem Schraubverschlußglas und es muss noch "Luft" nach oben sein (wegen des gärens)

Sauerteigbrot:
Roggenbrot

360g Roggenmehl (Schrot oder feingemahlen)
360ml warmes Wasser (ca. 50°C warm)
100g Grundansatz (das ist etwa die Menge welches der Grundansatz oben ergibt)
Teig:
250g feingemahlenes Weizen- oder Dinkelvollkornmehl
150g feingemahlenes Roggenvollkornmehl
1 EL Kümmel (gemahlen oder wenn man sowie das Mehl über die Getreidemühle mahlt dann mit in die Körner ganzen Kümmel geben)
1 EL Fenchel (gemahlen oder wie beim Kümmel unter die Körner im ganzen und mitmahlen)
2 TL gestoßener Koriander nach Belieben (da habe ich schon mal Brotgewürz von dm genommen oder weggelassen)
2 TL Vollsalz
50g 40°C warmes Wasser


Den Grundansatz in dem warmen Wasser auflösen und danach das Mehl zugeben.
Es muss eine gute suppige Masse ergeben. Den Teig mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort bei 22 - 25°C gehen lassen (mehrere Stunden; am besten über Nacht) Als Schüssel eignet sich am besten ein Steinguttopf, dort gärt der Sauerteig am besten, es geht aber auch mit ganz normalen Rührschüsseln
Teig:
Am Morgen, wenn die Oberfläche des Ansatzes mit Bläschen und Blasen überzogen ist, Mehl und Gewürze zugeben, mit Wasser - evtl etwas mehr - zu Teig vermischen und intensiv kneten. - Soweit die Beschreibung erstmal, denn: ein normaler Dreimix mit Knethaken hält diese Prozedur max. 3 - 5 Brote lang aus, eine sehr gute Küchenmaschine kann schon mehr. Ich habe meist die grobe Vermischung mit dem Mixer gemacht und dann... und jetzt geht die Beschreibung weiter...
und auf dem Backbrett mindestens 10 Min intensiv kneten (die backende Person sollte nur ein T-Shirt anhaben, denn man kommt ordentlich ins Schwitzen und schwache Handgelenke neigen dann zu Sehnenscheidenentzündungen :-))
Die Schüssel mit wenig Mehl ausstreuen, Teig einlegen, zudecken und wieder warm gehen lassen. Sobald der Teig sich lockert - die deutlich gewölbte Oberfläche zeigt dies an (ca. 3 - 4 std.) - nochmals etwa 5 Min. durchkneten (100g Teig für den Ansatz des nächsten Brotes abnehmen - das habe ich aber immer schon nach dem ersten Ansatz gemacht, bevor die Gewürze mit drin waren und das hat auch immer super geklappt) und mit dem Teigschluß nach oben in ein mit Mehl gut ausgestreutes Gärkörbchen legen, zugedeckt nochmals zum Gehen warm stellen. (ca. 1 Std.)
Nach erneuter Teiglockerung den Laib auf ein gefettetes oder bemehltes Backblech stürzen, einritzen nach Belieben(für glänzende Kruste) mit Wasser bestreichen, mit Gewürzen bestreuen (wahlweise)und bei Dampf in den vorgeheizeten Backofen schieben.
Bei Dampf bedeutet ein feuerfestes Gefäß mit Wasser füllen und im Backofen mit vorheizen. Nach 10 Min. Wassergefäß wieder entfernen und Hitze herunter stellen. Das fertig gebackene Brot gut auskühlen lassen, am besten auf einem Rost und erst nach 1 - 2 Tagen anschneiden.

Backzeit: Mit Dampf 15 Min. bei 220 - 250°C
ohne Dampf 1 1/4 Std. bei 180°C

Guten Appetit.

Es ist wirklich viel Arbeit, aber super lecker. Wenn der Teig nicht beim ersten mal so gut gärt, kann man unterstützend Sekowa Backferment in den Teig mit reintun (1 TL). Kleiner Trick.

Dani

Turbulentes Leben in einer Großfamilie mit Besonderheiten hat gesagt…

Grundregeln für die Sauerteigzubereitung:

- nur frisch säuerlich riechenden Sauerteig verwenden. Hat Sauerteig einen essigscharfen Geruch, ist er für den Brotteig nicht mehr tauglich.

- optimale Bedingungen schaffen: Schüssel anwärmen, evtl. Getreide vor dem Vermahlen bei 30°C 15 Minuten darren. Flüssigkeit zum Auflösen des Sauerteiges 50 - 55°C warm zugeben. Den Ansatz und später den Teig warm stellen, z. B. in Herd- oder Ofennähe oder im offenen Backofen bei 35°C mit Tuch zugedeckt.

- Wird neben Mehl auch Schrot zum Teig verwendet, diesen vorher 30 Min. in lauwarmem Wasser einweichen, Wasser abgießen, Schrot in den Teig einkneten, macht evtl. etwas mehr Mehl nötig.

- Bei Sauerteig mit Hefe kann die aufgelöste hefe sowohl zum Ansatz als auch erst zum Teig gegeben werden (der Ansatz mit Hefe geht rascher als nur mit Sauerteig)

- Sauerteigbrote werden flacher als Hefebrote und brauchen nach dem Backen mindestens 2 - 3 Tage zum Nachreifen.

Diese Infos habe ich aus einem Buch, wovon ich aber nur Kopien habe und diese sind schon über 17 Jahre alt. Leider steht, außer den Seitenzahlen, kein Titel des Buches, somit kann ich auch nicht sagen, welches Buch es ist.

Als Buchtipp, wonach ich auch einige Brote gebacken habe:

"Mehr Freude und Erfolg beim Brotbacken" aus dem Falken-Verlag
ISBN 3 - 8068 - 4148 - 9
Das Buch ist aber auch schon über 15 Jahre auf jeden Fall alt, deshalb weiß ich nicht, ob es das noch so gibt.

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