Montag, 18. Februar 2013

Auszeit

Nach neun Jahren Elternsein haben mein Mann und ich es endlich mal geschafft: Ein Wochenende Auszeit als Paar! Nicht ganz kinderlos - Clara musste natürlich noch mit! Die drei anderen Kinder durften Urlaub bei Oma und Opa machen. Darauf haben sie sich sehr gefreut!
Der Abschied fiel erstmal schwer - da wir ein kränkelndes Kind zurücklassen mussten. Aber sowohl Kind als auch Oma und Opa fühlten sich dem gewachsen.

Wir haben mit Freunden zusammen einen Kurs in unserer Lieblings-Familienferienstätte am Möhnesee gebucht. Wir wollten nicht nur Paarzeit - sondern auch Input und Austausch. Gerade mit den beiden Babys wussten wir so auch genau, was uns erwartet und das hat die Vorbereitung und Ankunft sehr entspannt. Etwas ärgerlich war, dass man zunächst nicht auf unsere Wünsche bezüglich der Zimmer und dem Tisch im Speisesaal eingegangen war. Letzteres haben wir dann eigenhändig erledigt (danke Marc!)....
Als uns dann klar wurde, dass wir nicht in einem "normalen" Kurs gelandet waren, sondern in einer Gruppe, die sich schon seit vielen Jahren trifft, waren wir erst sehr skeptisch. Aber bei der Vorstellungsrunde stellte sich heraus, dass ungefähr 1/3 der Teilnehmer neu war. Die Atmosphäre im Kurs war sehr gut und herzlich. Die meisten waren älter als wir mit schon (fast) erwachsenen Kindern. Gerade deshalb waren die Babys natürlich die "Stars", wurden von allen angelacht und bespaßt.
Das Thema war "Heute als Christ leben". Der Austausch war sehr gut und intensiv. Manchmal driftete es für meinen Geschmack ein bisschen zu sehr in die Richtung "die böse Amtskirche ist an allem schuld" ab, aber letztlich gab es immer wieder Dreh zu einer positiven Sicht.
Freizeit hatten wir nicht ganz so viel, aber wir haben z.B. unsere Gruppenarbeit einfach nach draußen verlegt und einen Spaziergang gemacht. So ließen sich das Programm und die Bedürfnisse der Babys gut verbinden.
Mein Fazit: Das machen wir wieder! Es hat sehr gut getan, mal als Paar rauszukommen und mehr Zeit zu haben. Sich einige Stunden lang mehr als "Paar mit Kind" als als "Großfamilie" zu fühlen tut mal gut. Es fällt wieder leichter, auf die eigenen Bedürfnisse zu hören bzw. diese überhaupt wahrzunehmen, wenn man mal nicht so sehr eingespannt ist.

Mir tut es auch sehr gut, mal neuen "Input" zu kriegen. Neue Impulse, neues Wissen - das kommt im Moment im Alltag manchmal zu kurz. Die intensiven Gespräche haben mir selbst, unserer Ehe und auch unserer Freundschaft sehr gut getan.
Nicht zuletzt war es wohl auch für die Kinder eine gute Erfahrung. Sie haben viel Zeit mit Oma und Opa verbracht. Sie hatten viel Spaß, haben dann aber auch gemerkt, dass sie Mama, Papa, Clara und zuhause vermisst haben. So ist uns allen nochmal bewusster geworden, was wir aneinander haben. Gerade jetzt, am Ende eines (scheinbar) langen Winters, wo man ja auch schonmal den "Lagerkoller" bekommt, tut das gut.
So einmal im Jahr soll so ein Wochenende jetzt auf dem Plan stehen, und ich hoffe sehr, dass es klappt.

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