Montag, 21. Januar 2013

Zwei leidige Themen...

Gestern bekam ich gleich zwei "Anfragen" von lieben Blogger-Kolleginnen.
Die eine musste ein bisschen darüber stöhnen, dass ihre Kinder sich gerade wie Hund und Katze zoffen.
Und die liebe Huppicke hat folgenden Kommentar geschrieben:
"Meine Töchter (4 und 7) sind superkreativ und ich nicht immer konsequent, was das aufräumen angeht. Vorsatz fürs neue Jahr. Am Schlimmsten ist mir, dass sie von ihrem Spielzeug alles gebrauchen können und durcheinander werfen. Ihr liebstes Spiel ist: den Fillys Häuser bauen. Das ist dann ein Karton mit ein paar Playmobil, ein paar Bauklötzen, ein paar Lego-Duplo Steinen, dem Schleich-Einhorn und drei Stofftieren und noch hundertachtzig sonstige Dinge - kreisch - wer soll das irgendwann zurücksortieren? Mama!
Ich bin überzeugt du machst das nicht. Was machst du dann? Das Sortieren überwachen? Vorher verbieten, dass vermischt wird? Jedes Kind hat nur ein paar Sachen und der Rest in die Kiste, rotieren, sodass nichts da ist zum vermischen. Egal, vermischt lassen und wenn sie deshalb nicht mehr damit spielen weiterverschenken? (...)"


Interessanterweise sind das zwei Themen, die hier auch gerade aktuell sind. 

Erstmal finde ich es nicht schlimm, wenn die Kinder verschiedenes Spielzeug vermischen. Wenn Playmobil-Männchen auf Fillys reiten oder Barbie einen Sessel aus Lego bekommt finde ich das toll und kreativ. Oder wenn Wohnungen für Fillys gebaut werden. Es gibt so viel eindimensionales Spielzeug - da ist es doch super, wenn Kinder kreativ sind und ihre Fantasie einsetzen.
 Hier´passiert es gerade oft, dass die Kinder zusammen Playmobil spielen und alle Geschütze auffahren. Prinzessinnen werden von Piraten gerettet und schon haben die Großen ihr Playmobil durcheinander gebracht. 
Normalerweise versuche ich mir die Zeit zu nehmen, mit den Kindern gemeinsam aufzuräumen bzw. sie dabei zu beaufsichtigen (sonst wird zu schnell gespielt statt aufgeräumt). Dann sortieren wir wieder auseinander. Gerade ist da aber ein bisschen der Wurm drin - wer schonmal versucht hat Playmobil, Lego und Barbiesachen aufzuräumen und zu sortieren während ein lebhaftes, zehn Monate altes Krabbelkind unterwegs ist, weiß was ich meine.... 
Ich versuche v.a. auch, das Spielzeug im Wohnzimmer zu begrenzen. Das Spielzeug der großen Kinder hat hier eigentlich nichts zu suchen. Aber natürlich findet sich noch Spielzeug der kleinen Mädchen hier... Aber wenn die Kinder älter sind, ist das auf jeden Fall eine gute Möglichkeit, die eigenen Nerven zu schonen. 
Wie gesagt, dass Aufräumen ist hier gerade auch ein Thema. Falls also irgendeine Super-Mama hier liest und den ultimativen Tipp hat: Immer her damit! 
Also liebe Huppicke: Es geht nicht nur dir so! 

Was das Streiten angeht: Es gibt hier immer Zeiten mit mehr Streit und Zeiten in denen die Kinder sich besser verstehen. Vieles regeln sie untereinander, manchmal muss man eingreifen. Bei "Zickereien" lohnt es sich oft nicht genauer nachzuforschen "Der hat aber..." "Und die hat..." - daraus wird man sowieso nicht schlau! Dann hilft oft: Aus der Situation raus, etwas anderes machen. Und: Sich Zeit nehmen, gerade dann, wenn man eigentlich gar keine Lust dazu hat. Unbequem, aber oft hilft es. 
Und was auch hilft: Zu wissen, es geht anderen auch so. Auch in anderen Familien läuft nicht immer alles rund und man muss sich manchmal neu sortieren. Hier ist es in jedem Fall so - ich bin keine Super-Mama! Und konsequenter beim Aufräumen muss ich wohl auch werden! 

Kommentare:

Andrea hat gesagt…

Hallo!

Tipps von Super-Mamis? Na dann: regelmässig werden unsere Kinderzimmer aufgeräumt. Einmal in der Woche gründlich. Und ich bestehe mittlerweile darauf, das die Kisten sortiert werden. Playmobil zu Playmobil und Lego zu Lego. Puppe zu Puppe und Barbie zu Barbie.

Es ist immerhin ein System. Allerdings eines, welches kontrollbedürftig ist. Das ist zeitintensiv und wird somit aufs Wochenende verlegt. Dann ist der Papa da und hilft.

So hat man immerhin eine Grundordnug. Letztes WE war nicht so viel mit Papa in der Hinterhand. Deswegen werden die Kisten am nächsten WE wieder genauer untersucht werden.

Es gibt immer eine Kiste, in der sich alles mögliche befindet, denn sonst läuft es ja auch nicht.

Hier unten befindet sich nicht viel Spielzeug. Lennart hat sein Spielzeug hier. Ganz klar. Dann gibt es ein Expedit Regal, da sind Körbe drin. Zwei für Basteleien. Wenn man die raus nimmt, wirken sie unordentlich. Da sind allerhand Blattschnipsel drin, die die Kinder nochmal verwerten können. Ich räume sie immer mal wieder aus, dann behalte ich den Überblick. Auch liegen Prickelnadeln nicht immer in den Dosen, die ich dafür rein gelegt habe. Aber sie sind immerhin in dem Korb.

Es gibt einen Korb für Kuscheltiere und einen für Spielzeug, was unten aufläuft und nicht direkt mit nach oben getragen wurde. Ich räume es dort rein, nehme die Kiste immer mal wieder mit hoch und verteile alles auf die Zimmer der Kinder.

Das ist unsere Methode und ich glaube, ohne wären wir verloren. Ordentlich sind die Kinderzimmer dennoch nicht immer. Schon gar nicht augenscheinlich. Aber es steckt System dahinter. Sie müssen nicht jeden Tag geräumt werden. Jonathan tut es dennoch häufig. Und ich räume hinter den Kleinen noch jeden Tag her. Muss auch sein, geht sonst leider noch nicht.

Tja, mehr fällt mir gerade nicht. Ist auch bald Geburtstagskaffee :-)

Liebe Grüße
Andrea

Stephanie Sommer hat gesagt…

Huhu - ich habe früher mein Puppenhaus mit Playmobil eingerichtet und bespielt und habe es geliebt :)
Amelie mischt momentan auch ihre Playmo 1-2-3 mit dem IKEA Bauernhof, aber ich finde das völlig in Ordnung und sehe keinen Grund, es immer zu trennen. Nur beim Aufräumen kommen die Sachen extra in die Kisten.
Liebe Grüße
Stephanie

Turbulentes Leben in einer Großfamilie mit Besonderheiten hat gesagt…

Ich finde, es ist schwierig hier eine Patentlösung zu finden.

Wir persönlich sind gut mit der "wir trennen alles" Lösung gefahren. Das heißt Playmo zu Playmo, Lego zu Lego, Duplo zu Duplo. Einzige Ausnahme waren die Schleichtiere, die auch mit Playmo und Lego schon mal kombiniert wurden.
Ansonsten habe ich es früher so gemacht, dass die Kinder sich ausgesucht hatten, was sie spielen möchten, diese Kisten durften auch ausgeschüttet und nach Herzenslust bespielt werden. Für Abends hieß es dann "gebautes" kann stehen bleiben, alles andere kommt in die Kiste und der Weg zu den Betten musste in jedem Fall frei sein. Das hat eigentlich meist recht gut geklappt. Wenn mit etwas anderem gespielt werden wollte, wurde zuerst alles weggeräumt und dann konnte die nächste Kiste genommen werden. Da der Kindergarten es ähnlich hielt, war es dann auch kein Problem zu Hause weiterzuführen, auch wenn Besucherkinder da waren.

Heute sind meine Kinder groß, diese Problematik gibt es so nicht mehr, dafür haben wir dann getragene Kleidungsstücke in den Zimmern herumliegen und die Diskussionen darüber sind teilweise auch nicht ohne. Aber auch heute gilt, dass ich es möchte bzw. schon auch verlange, dass auch die High tech spielsachen, wie Wii, Nitendo etc. ordentlich weggeräumt werden und nicht einfach liegen bleiben.
Auch hier gibt es immer wieder Phasen, wo dann selbst die großen Teenies immer wieder mal ausprobieren, ob wohl immer noch alles so gilt, wie früher.


Zum Thema Streit kann ich fast gar nichts zu sagen. So ungerne ich diesen Ausspruch benutze, aber .... unsere Kinder haben sich nicht wirklich gezankt. Völlig normale kleinere Streitereien, wer grad mit welchem Spielzeug spielen darf. Es könnte sein, dass es daran liegt, dass unsere 4 Großen innerhalb von 5 Jahren geboren wurden und viele Spielsachen einfach in mehrfacher Ausführung da waren. Ich glaube, wir hatten 3 Bobby Cars, 2 Lauflernräder und 2 Dreiräder. Jede Menge Sandschaufeln, Förmchen etc. Küche und Kaufladen wurden immer gemeinsam bespielt und da gab es kaum Probleme wer Verkäufer und wer Einkäufer war.
Im Nachhinein irgendwie komisch, oder habe ich es nicht mehr so in Erinnerung?
Jetzt zoffen sie sich schon mal, aber mehr im verbalen Bereich, aber da sind sie jetzt auch wieder in so einem Alter, wo sie alle auch sehr gut miteinander auskommen, teilweise sogar helfen (*staun*) was Schule oder so angeht. Und wenn irgendeinem was zu unrecht getan wird, ja, dann gehn hier aber alle auf die Barrikaden - "hilfe, die Heilmanns kommen" - da muss ich sie doch schon mal zurückhalten und jeden sein eigenes machen lassen.

Das war die jetzt wahrscheinlich keine große Hilfe

LG Dani

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