Dienstag, 7. August 2012

Erholung - Ganz werden

Ein Bekannter erzählte vor einiger Zeit, dass er erlebte, wie ein Theologieprofessor das Wort "Erholung" erklärte.
Er erläuterte, dass "Erholung" vom wortgeschichtlich mit dem englischen "whole" verwandt wäre, was ja mit "ganz", "voll" oder "heil" übersetzt werden kann.

Daraus leitete er den Gedanken ab, dass Urlaub/ Erholung dazu diene, den Menschen wieder "ganz zu machen". Sprich: Das man im Urlaub das suchen sollte, was einem im Alltag fehlt.

Mir gefällt dieser Gedanke sehr gut und ich glaube, da ist viel Wahres dran!
Und da stellt sich dann die Frage: Was fehlt mir im Alltag? Was fehlt mir, um "ganz" und "heil" zu sein?

Ist es einfach etwas Ruhe und Müßiggang, weil der Alltag voller Termine ist und kaum Zeit dafür lässt?
Ist es Bewegung, weil ich sonst den ganzen Tag im Büro sitze? Oder vielleicht Gespräche und Kontakte, weil ich den größten Teil des Tages alleine mit kleinen Kindern zuhause bin und mir "Erwachsenengespräche" fehlen? Ist es Zeit für Zweisamkeit, weil man im Alltag oft mehr eingespieltes Team als verliebtes Paar sein muss?

Ich finde es auch interessant diesen Gedanken weiterzuspinnen: Wenn mir bewusst wird, was meinem Alltag fehlt - dann kann ich versuchen gerade das einzubauen. So kann ich mein Leben ein bisschen "heiler" machen, auch außerhalb des Urlaubs!

Für mich wird in unserem Urlaub wichtig sein: Einfach mal zur Ruhe kommen und meine Lieben genießen!
Und für euch?

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Kommentare:

Andrea hat gesagt…

... ich finde, es ist eine recht hohe Erwartung an einen Familienurlaub. "Ganz werden" ist da vielleicht gar nicht so möglich, denn der Alltag läuft ja dennoch weiter. Entschärft, mit Entlastungen, aber laufen muss es ja dennoch. Und so habe ich als Mama zwar Zeit Luft zu holen und zu entspannen. Wir haben als Familie Familienzeit und als Paar auch sicherlich Paarzeit. Aber rundum erneuert - ganz geworden - komme ich nicht aus dem Urlaub wieder.

Vielleicht derjenige, der auf dem Jakobsweg ist. Alleine verreist oder einen Urlaub im Kloster verbringt.

Sich auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist, das ist für mich die Urlaubszeit.

Mal meine Gedanken zu dieser Aussage :-)

Viele Grüße
Andrea

Nicole hat gesagt…

Der letzte Familienurlaub hat mich mit dem Urlaub in 2011 versöhnt - wir hatten vormittags auch mal nur Zeit für uns bzw. zusammen mit der Kleinsten. Wir mussten uns selbstverständlich weniger kümmern als sonst, aber die Mahlzeiten waren schon sehr, sehr stressig. In solchen Momenten wurde ich wieder "ganz" als das Essen vorbei war ;-)

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