Montag, 27. August 2012

Baby und Haushalt

Ihr kennt das wahrscheinlich alle: Haushalt und Baby - das lässt sich nicht immer gut kombinieren.
Natürlich hört man ab und zu von Babys, die 20 Stunden am Tag alleine in der Wiege schlafen und deren Mütter sich langweilen - aber die eigenen Kinder machen das ja nicht.

Schön finde ich immer den Satz: "Wenn das Baby schläft, legen Sie sich auch hin und machen ein Nickerchen."
Eine nette Idee und vielleicht beim ersten Baby noch umsetzbar - aber ganz sicher nicht, wenn das eine Kind noch Hausaufgaben erledigen muss, das nächste gerade den Inhalt des Sandkastens auf der Terrasse verteilt und sich ein Wäscheberg stapelt. Der Alltag muss laufen - auch mit Baby!

Für mich ist das Tragetuch nach wie vor eine wichtige Hilfe, auch wenn Clara nicht mehr soviel Zeit darin verbringt wie in den ersten Wochen. Aber wenn sie müde und quengelig ist, ist es oft immer noch die beste Möglichkeit, um allen gerecht zu werden. Mit einem halben Jahr kann ich sie auch mal schnell im Hüftsitz im kurzen Tuch tragen. So kann ich ein bisschen Kochen, Wäsche falten, Hausaufgaben beaufsichtigen, aufräumen...

Außerdem habe ich an verschiedenen Stellen sichere "Ablagemöglichkeiten". Klingt jetzt doof, meint aber einfach, dass Clara an einem sicheren Ort liegen und spielen kann, während ich etwas anderes mache. Während ich bügle liegt sie auf der Decke im Wohnzimmer (oder schiebt sich runter) oder auch mal im Laufstall (v.a. wenn ich mal in den Keller muss, mich um die Wäsche kümmern). In der Küche steht die Wippe bzw. kann sie mir demnächst vom Hochstuhl aus beim Kochen zugucken.
Der Kinderwagen im Flur muss auch mal herhalten, wenn Leona schnell zur Toilette muss...

Oben liegt Clara entweder auf dem Boden (Korkboden ist ideal dafür, weil er nicht so kalt ist) oder in ihrem Gitterbett.
So habe ich die Möglichkeit, in ihrer Nähe zu arbeiten. Ich kann mich mit ihr unterhalten, ihr ein Lied vorsingen - und aufpassen, dass Leona sie nicht beim Knuddeln erdrückt!

Meine Erfahrung ist: Oft sind Babys und Kleinkinder gut zufrieden, wenn sie einfach dabeisein können - mittendrin im Familienleben fühlen sie sich sicher.

Manchmal kommt meine Mutter vorbei und beschäftigt sich ein bisschen der Kleinen - eine gute Gelegenheit um schnell was zu schaffen! Und dann trinken wir zusammen noch einen Kaffee...

Meine Pausen habe ich oft beim Stillen - das ist nach wie vor die Zeit, in der ich am ehesten zur Ruhe komme. Wenn Clara einschläft (und die anderen Kinder mich ein bisschen in Ruhe lassen) hole ich ein Buch raus und nutze die Zeit zum Lesen.

Wie schafft ihr den Haushalt mit Baby oder Kleinkind?


Ergänzung: Nicole und Andrea haben auch zu diesem Thema geschrieben.

Verlinkt bei:
Growing Home

1 Kommentar:

Saskia hat gesagt…

Liebe Stephanie,

ich habe zwar den Luxus "nur" ein Baby um mich zu haben - aber unser Wirbelwind gehört(e) auch zu der Kategorie, die am liebsten 24/7 bei Mama ist.

Ich habe sie die ersten Monat bei der Hausarbeit fast immer im Tuch/Ergo getragen oder sie in eine Wippe gelegt, wenn ich mal kurz unter die Dusche springen wollte. Seit sie krabbelt hat sich die Situation sehr entspannt - mittlerweile spielt sie an "ihrer" Schublade wenn ich koche und beschäftigt sich auch gerne mal 15-20 Minuten alleine in ihrem Zimmer - natürlich immer mit Mama in Blickweite.

Beim Stillen (anfangs alle 2 Stunden) habe ich die Zeit auch oft zum Lesen genossen oder habe auf dem iPad gesurft ;-)

Liebe Grüße
Saskia

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