Montag, 23. Juli 2012

Wenn Fleiß alleine nicht reicht

Fleißig sein - das war das Thema der letzten Woche beim Bibelstudium der Good Morning Girls.

Nicht nur mich, sondern für die meisten ist das sicherlich ein Thema: die Versuchung von Sofa, Liegestuhl, Laptop, Buch und Kaffee sind groß und allgegenwärtig.
Der Alltag zwingt mich immer wieder dazu, diesen Versuchungen zu widerstehen - sonst gehe ich in Hausarbeit unter.
Am letzten Freitag war es trocken - also ab auf den Spielplatz!
In den letzten beiden Wochen habe ich aber mal wieder bemerkt, dass Fleiß auch nicht unbedingt reicht. Hier waren ja schon Ferien - ziemlich verregnete Ferien. Drei Kinder und ein Baby, den ganzen Tag im Haus, Mann und Papa von früh bis spät bei der Arbeit.... ihr könnt euch ja denken, dass es sehr anstrengende Wochen waren!
Von früh bis spät war ich auf den Beinen und beschäftigt - trotzdem herrschte hier ziemliches Chaos! Ich war  am letzten Wochenende so fertig, dass es mir richtig schlecht ging - ich war krank ohne wirklich krank zu sein. Den ganzen Tag war ich beschäftigt: mit der kleinen Clara, mit Leona, die gerade trocken ist und entsprechend gefühlte 100 mal täglich zur Toilette geht (natürlich nur mit Mama und immer ganz dringend) und mit den oft streitenden und motzenden Großen....

Aber wir haben diese Tage überstanden und wenn der Sommer jetzt zurückkommt, wird der Alltag etwas leichter. Und die Tage bis zum Urlaub kann ich auch schon zählen...

Es ist sehr anstrengend wenn man den ganzen Tag arbeitet und beschäftigt ist - und dann kein sichtbares Ergebnis vorzuweisen hat. Schon die Hausarbeit ist in diesem Sinne frustrierend: Kaum ist die Küche sauber, ist es schon fast wieder Zeit für die nächste Mahlzeit.
Aber die "Erziehungsarbeit", die Beschäftigung mit den Kindern bringt meistens noch weniger ein konkret sichtbares Ergebnis. Das diese Arbeit trotzdem lohnend und wichtig ist, ist ja keine Frage.

Ich möchte mich lösen von dem Gedanken, dass ich am Ende des Tages ein sichtbarer Ergebnis vorweisen muss. Ich möchte mich nicht in erster Linie über meine Leistung definieren, sondern über meine Aufgabe. Wenn ich den ganzen Tag meine Aufgabe gelebt habe - dann brauche ich mich abends nicht darüber zu ärgern, dass die Bügelwäsche immer noch daliegt. Ich tue was ich kann - und mehr geht nicht!

Und was ich am Wochenende noch "dazwischengequetscht" habe, zeige ich euch morgen....

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Kommentare:

Huppicke hat gesagt…

Mich lösen vom Wunsch abends ein sichtbares Ergebnis zu haben - wie wahr, wie wahr. Und wie schwierig.
So klammheimlich gruselt es mich vor den Ferien. ;-)

heartandvision hat gesagt…

Ich versuche mir immer vorzustellen, dass der Haushalt eine Maschine ist und meine Hausarbeit dazu dient, diese Maschine am Laufen zu halten. Es geht mir also nicht darum, "fertig" zu werden bzw. an einem Ziel anzukommen, sondern den Haushalt immer in Bewegung zu halten. Deswegen kommt es mir z.B. beim Putzen nicht darauf an, dass es in der Wohnung sauber bleibt, sondern dass ich geputzt habe. Klingt irgendwie ein bißchen verrückt, oder? Meine Gedanken sind vielleicht auch noch nicht ganz ausgereift, weil noch nie geäußert oder niedergeschrieben. Aber vielleicht ein Gedankenanstoß?! Liebe Grüße

Stephanie T hat gesagt…

Das mit der Maschine ist ein toller Gedanke! Gehört und gelesen hatte ich das schonmal, aber nicht wirklich durchdacht.
Aber du hast Recht - es kommt nicht darauf an "fertig" zu werden sondern darauf, alles im Fluss zu halten.
Danke, eine tolle Anregung!

Marissa D hat gesagt…

I have to admit, I was a little unsure when I clicked over from Hearts 4 Home, as I have never spent time on a foreign site (one that is written in a different language) but it was good for me. I also struggle with not doing anything during the day simply because even when I clean the mess will come back, so why bother. The challenge to do it anyway is great for me. Thank you for sharing

Marissa @ forfunreadinglist.blogspot.com

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