Montag, 7. Mai 2012

Namenstage feiern

Bei Katholiken ist es alter Brauch, die Namenstage zu feiern.
Früher wurden oft sogar nur die Namenstage gefeiert, nicht die Geburtstage. So wollen wir das natürlich nicht handhaben und der Namenstag soll auch nicht in einen zweiten Geburtstag mit Geschenken usw. ausarten. Aber den Namenstag so gar nicht zu feiern finde ich auch irgendwie schade. Wie kann man an diesem Anlass also ein bisschen feiern, ohne es zu übertreiben?

Jedes unserer Kinder hat nicht nur eine Taufkerze sondern auch einen Namenskerze bekommen. Diese hat meine Mutter selbst gemacht und im Gegensatz zur Taufkerze wird die Namenskerze nicht geschont sondern fleißig abgebrannt (und dann gibt es eine neue). Neben dem Geburtstag (und zukünftig vielleicht auch dem Tauftag) ist der Namenstag ein Tag, an dem die Kerze den ganzen Tag auf dem Küchentisch stehen und brennen darf. Außerdem darf derjenige sich das Mittagessen wünschen. Geschenke gibt es nicht.

Wenn die Kinder etwas älter sind finde ich es auch schön, mit ihnen an diesem Tag über ihre Namenspatrone zu sprechen. Oder vielleicht auch über andere berühmte Menschen mit diesem Vornamen.

Wer sich nicht sicher ist, wann welcher Namenstag ist, kann zum Beispiel hier nachschauen: Heiligenlexikon.de (das ist übrigens ein ökumenisches Verzeichnis!)

Feiert ihr den Namenstag? Wenn ja, wie?

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Kommentare:

Katja hat gesagt…

Komischerweise wurden in meinem christlichen-bayerischen Elternhaus die Namenstage gar nicht gefeiert. Dadurch muss ich mir diese Tradition erst noch erarbeiten. Wenn ich daran denke, gibt es eine
Geschichte vom Namenspatron vorgelesen. Die Idee mit dem Mittagessen finde ich auch gut. Man könnte auch noch Nachtisch machen, den gibt es bei uns unter der Woche sehr selten.

Huppicke hat gesagt…

Bei mir früher (und heute auch noch!) hat meine Mutter mir an meinem Namenstag gratuliert und ein kleines Geschenkchen gegeben. Eine Tafel Schokolade - aber früher war das schon etwas besonderes. Irgendwie hat sie mich an dem Tag fast noch mehr als am Geburtstag spüren lassen, dass sie froh ist, dass es mich gibt.

Am Namenstag meiner Töchter gibt es keine Geschenke, weil sie sowieso viel zu viel haben. Ich erzähle von dem/der Heiligen und wir gehen am Nachmittag in die Kirche oder in die nahe Marienkapelle um ein Lichtlein anzuzünden.

Voriges Jahr hat sich auch ergeben, dass der katholische Kindergarten zufällig gerade Namen/Patrone/Schutz und Hilfe besprach. Da war sie stolz, dass sie im Gegensatz zu anderen was wusste.

Das mit der Kerze gefällt mir. vielleicht übernehme ich das. Wir könnten die erste an dem Namenstag selbst verzieren.

Grüße von Huppicke

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