Dienstag, 1. Mai 2012

Geschwisterglück

"Das schönste Geschenk, das man einem Kind machen kann, sind Geschwister."

Diesen schönen Satz habe ich vor einiger Zeit in einem amerikanischen Blog gelesen. Und ich glaube, das stimmt - auch wenn mittlerweile so oft das Loblied auf die Einzelkinder gesungen wird.

Ich habe selbst drei jüngere Geschwister. Wir haben uns gezankt und gezofft, es ging mir als Teenager gehörig auf die Nerven, dass ich kein eigenes Zimmer hatte. Getauscht hätte ich trotzdem nicht und ich hätte auch nichts gegen noch ein Geschwisterchen gehabt.
Trotz einiger Schwierigkeiten verstehe ich mich heute mit meinen Geschwister gut. Es ist jetzt schon spannend, gemeinsam von früher zu sprechen und Erinnerungen zu teilen und auszutauschen. Es ist gut zu wissen, dass da nicht nur meine Eltern sind sondern noch mehr Menschen, mit denen ich Erinnerungen an meine Kindheit teile. Und ich bin froh, dass ich später nicht alleine die Verantwortung für die eventuelle Pflege meiner Eltern übernehmen muss. Meine Kinder genießen den Kontakt zu ihren Tanten und Onkeln und freuen sich hoffentlich bald auch über noch mehr (diesmal kleine) Cousins und Cousinen.

Es gehört für mich zu den schönsten Momenten als Mutter, wenn ich sehe, wie meiner Kinder miteinander spielen, aufeinander achten, gegenseitig Rücksicht nehmen. Sie erleben miteinander große Abenteuer und können sich gegen gemeine Eltern verbünden.
Neulich brachte ich Leona ins Bett und habe Clara kurz neben sie gelegt. Clara hat ihre kleine große Schwester ganz aufmerksam mit großen Augen angesehen und Leona hat Clara die Wange gestreichelt und ihr etwas erzählt und ein Lied vorgesungen. Das war so schön!

Natürlich können sich unsere Kinder auch kräftig streiten - aber das gehört auch dazu! Im geschützten Rahmen der Familien können sie sich ausprobieren. Sie lernen sich durchzusetzen, nachzugeben, Kompromisse einzugehen. Natürlich müssen sie auch mal zurückstecken, und es ist wichtig, dass es nicht immer dasselbe Kind ist, von dem Verzicht erwartet wird.
Als Eltern ist es manchmal ein Drahtseilakt, möglichst allen Kindern gerecht zu werden - aber es lohnt sich!

Sicherlich gibt es Familien, die sich aus guten Gründen für nur ein Kind entschieden haben und auch Familien, bei denen es einfach nicht klappt mit noch einem Kind.
Aber allen anderen kann ich sagen: Es lohnt sich!

Für alle, die sich mit dem Thema "Geschwisterrivalität" beschäftigen möchten, kann ich dieses Buch empfehlen:
"Bruder, Schwester, bester Freund" von Todd Cartmell

Enden möchte ich heute mit diesem schönen Zitat:
"Liebe ist das einzige, das sich vermehrt, wenn man es teilt!"

Einen wunderschönen 1. Mai wünscht Euch

Verlinkt bei:


1 Kommentar:

Huppicke hat gesagt…

Ich habe früher Geschwister nicht so vermisst. Bin Einzelkind und meine Kousins und Kousinen in der Nachbarschaft reichten mir. Wenn ich aber meine zwei Mädels so sehe - ist was ganz anderes als eine Kousine im Nachbarhaus. Ich finde Kinder verpassen viel, wenn sie keine Geschwister haben. Und ich finde es speziell gut für mich mehrere Kinder zu haben. Eine schöne Erfahrung zu merken wie unterschiedlich sie sind.

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