Mittwoch, 21. März 2012

Eltern-Kind-Blogparade- Wie kinderfreundlich ist unser Land?

Wie kinderfreundlich ist Deutschland?
Nun, ich werde jetzt nicht über Betreuungsmöglichkeiten schreiben. Auch nicht über unfreundlich Zeitgenossen, die einer Mutter mit Kinderwagen nicht die Tür aufhalten (solche gibt es nämlich einfach immer!) Denn mit der Frage der Kinderfreundlichkeit verbinde ich andere Dinge:
 
In vielen Punkten ist unsere Gesellschaft in den letzten Jahren meinem Empfinden nach kinderfreundlicher geworden: Durch das Elterngeld ist es selbstverständlicher geworden, dass auch die Väter einen oder zwei Monate zuhause bleiben. Das sie dies oft gleichzeitig mit der Mutter tun war so vielleicht nicht gedacht - aber es ist für die Familie trotzdem eine tolle Sache (das kann ich gerade aus eigener Erfahrung bestätigen). Vor fünf Jahren war das noch undenkbar!

Finanziell hat sich auch ein bisschen was getan: Das Elterngeld oder das letzte, beitragsfreie Kindergartenjahr (in NRW) sind positive Beispiele. Aber nach wie vor gelten z. T. unsinnige Regeln bei den Mehrwertsteuersätzen (Windeln werden höher besteuert als Tierfutter), in vielen Bundesländern gibt es gar keine Zuschüsse zu Familienferien mehr und die Betreuung der Kinder durch die eigenen Eltern jenseits des ersten Geburtstages wird zuwenig anerkannt und honoriert.

Die wahre Kinderfreundlichkeit findet sich aber in den Köpfen der Menschen - oder auch nicht!
Es ist nicht einmal so, dass man mit Kindern grundsätzlich blöde Bemerkungen oder Benachteiligungen spüren würde - aber mir scheint, dass Kinder in unserer Gesellschaft eher als Belastung und weniger als Geschenk und Bereicherung gesehen werden.
Überall hört man, dass man sich für ein Kind einschränken muss, dass es eine große Verantwortung ist, dass Kinder teuer sind und man ihnen schließlich etwas bieten muss.
Nun, da ist auch viel Wahres dran - aber es ist auch höchstens die halbe Wahrheit!

Betrachte ich Kinder (nicht nur meine eigenen) als ein Geschenk, als kleine Menschen, die ich ein Stück auf ihrem Weg begleiten und ihnen ein bisschen von der Welt erklären darf? Oder als die bereits erwähnte Belastung, die Zeit, Geld und Nerven kostet?
Wie betrachten Politik und Wirtschaft Kinder und Familie? Als Kostenfaktor und Ressource für "Humankapital" oder als kompetente Bürger und Mitarbeiter von morgen? Zählt die wirtschaftliche Leistung die jemand, jetzt oder in Zukunft, erbringen kann oder der Mensch an sich?

Und an diesem Punkt hakt es meiner Ansicht nach noch ganz gewaltig!

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Informationen zu Online Backups, Datensicherungen im Vergleich
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Kommentare:

Viv hat gesagt…

Dass es ein Geschenk ist, wenn man Kinder hat, die man ein Stück auf ihrem Weg begleiten darf, hast du wirklich ganz toll geschrieben! Ich hatte Gänsehaut beim Lesen. Ich würde mir wünschen, dass mehr Leute dieses Thema so sehen würden wie du! Liebe Grüße

Maike hat gesagt…

toll geschrieben, mit soviel Wahres dran!

LG Maike
http://maikes-hobbyblog.de/archives/2097

Testmama hat gesagt…

Vielen Dank für deinen Beitrag :-)
Ich bin als Testpapa jetzt beim 3. Kind in Elternzeit, allerdings nehme ich die vollen 12 Monate, wie bei den anderen beiden auch.
Ich möchte nicht eine Minute davon missen :-)

kira1407 hat gesagt…

ja ich finde auch das Kinder manchmal echt als Belästigung gesehen werden. es ganb doch da mal nen artikel bei der bild, wo eine Mutter aus nem Cafe geworfen wurde weil sie gestillt hat. Gehts noch??Ich hätte denen SO die Bude heiß gemacht.
Weißt du übrigends, dass ich heute das erste mal auf deinem Blog bin??Und das Onwohl es die parade schon so lange gibt???Unglaublich:-)
Liebe Grüße

Kira

nickylea hat gesagt…

Ein schöner Bericht und da ist wirklich sehr viel Wahres dran....

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