Donnerstag, 15. März 2012

Eltern-Kind-Blogparade: Schneller, höher, weiter....

Diese Woche geht es bei der Eltern-Kind-Blogparade der Testmama um das Thema Vergleichen und Leistung.
Ein sehr schwieriges Thema.....
höher, schneller, weiter  
Es wird olympisch! Altius, citius, fortius: Höher, schneller weiter. Bereits im Baby- und Kleinkindalter neigt man bisweilen dazu Kinder miteinander zu vergleichen. Der Druck auf unsere Kinder ist größer geworden – oder ist er das etwa gar nicht? Ist er schon trocken? Läuft sie schon? Wer hat die besten Noten in der Schule? Müssen sich auch unsere Kinder in unserer Leistungsgesellschaft durchsetzen und behaupten? Was geben wir ihnen in die Wiege mit? Unterstützen wir sie, lassen wir sie einfach machen? Wie verhelfen wir unseren Kindern dazu, starke erwachsene Menschen zu werden? Fühlen wir uns von den Vergleichen unter den Kindern gegängelt? Wird unseren Kindern heutzutage zu viel abverlangt?
Für die Babyeltern: beginnt bei euch bereits der Vergleich unter den Kindern? Wer isst am meisten, wer schreit am lautesten, wer schläft am besten? 
Wer mit dem Thema hadert, der darf natürlich auch über sportliche Erfolge seiner Kids reden, der darf stolz sein, dass sein Kind mit 5 Jahren schon lesen konnte oder darüber dass Junior nun endlich sein Töpfchen benutzt (oder natürlich auch auf alles andere!).
 


Das man, mehr oder weniger bewusst, vergleicht kann man nicht vermeiden. Die Frage ist, wie gehe ich damit um! Fühle ich mich besser, weil mein Kind vielleicht als erstes Kind in der Spielgruppe laufen kann oder ist mir bewusst, dass andere Kinder dafür schon mehr sprechen oder mehr Zähne haben? Ich habe tatsächlich die Erfahrung gemacht, dass sich fast alles irgendwo ausgleicht: Die Babys, die (angeblich) immer durchschliefen entpuppten sich als kleine Sandkastenterroristen, die Kinder die früh liefen waren spät trocken usw.
Daher hat es mich auch wenig gestört, dass z. B. Leona nicht krabbeln wollte und bis heute nicht so viel spricht wie z. B. ihre Geschwister. So ist es einfach.

Natürlich sollte alle Gelassenheit und das richtige Vertrauen auf die eigene Intuition nicht dazu führen, dass man die Augen vor tatsächlichen Problemen verschließt. Nicht immer ist jede Förderung Druck.
Mein Sohn geht seit einigen Wochen (sehr gerne) zur Logopädie. Er redet sehr gerne, aber auch sehr schnell und oft undeutlich. Wenn er in die Schule kommt ist es aber wichtig, dass der Lehrer ihn gut verstehen kann.
Man muss immer abwägen: Was tut dem Kind gut - was ist zuviel. Wobei sich diese Frage meiner Meinung nach spätestens bei Chinesisch für Kindergartenkinder erübrigt.....

Wichtig ist in meinen Augen, dass Kinder die geplanten Freizeitaktivitäten, wie ein Instrument lernen oder Sport, gerne tun (zumindestens meistens) und dass immer noch genug Zeit für freies Spiel und Verabredungen mit Freunden bleibt.

Grundsätzlich möchte ich meinen Kinder gerade nicht dieses "Immer mehr"- und Leistungsdenken mitgeben. Der Wert eines Menschen liegt nicht in dem, was er leistet, sondern in seinem Sein! 
Es ist gut sich Ziele zu setzen, auch ein gewisser Ehrgeiz ist nicht verkehrt, solange er aus Freude und Interesse an der Sache entsteht. Es ist auch nichts Schlimmes daran, sich an den eigenen Erfolgen oder denen der Kinder zu erfreuen - aber deswegen muss man niemanden schlecht machen!

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Kommentare:

Viv hat gesagt…

Deine Tochter hat einen wundervollen Namen <3 Und deine Einstellung ist genau richtig. Jedes Kind entwickelt sich nun mal ganz individuell und wenn sich eine Fähigkeit besonders gut entwickelt, bleibt eine andere (vorerst) auf der Strecke. Ist bei uns auch so ;) Liebe Grüße

Victoria hat gesagt…

Ich war als Kind auch eine zeitlang bei einer Logopädin, die hat immer lustige Spiele mit uns gemacht, also war wirklich nicht schlimm

Murel hat gesagt…

Was dein Kind kann noch kein Chinesisch? hihihhi Sachen gibt's (bestimmt auch auf Dvd ).
Ich glaub wir machen das schon richtig, halt nicht zu viel und nicht zu wenig ;-) Jedem angepasst....das wird schon ;-) ganz liebe Grüsse
Murel

Katja hat gesagt…

Chinesisch ist doch sooo wichtig!!! Also meine beiden konnten schon mit drei fünf Sprachen fließend sprechen, lesen UND schreiben... Spaß beiseite - ich kann Dir mal wieder nur zustimmen.

Mamagie hat gesagt…

Ich bin da genau deiner Meinung! Und natürlich sollte man auch nicht ins andere Extrem fallen und den Kindern sinnvolle Förderung wie Logopädie oder Sachen, die ihnen Spaß machen, verweigern.

Viele Grüße

Karin

Maike hat gesagt…

tztztz also chinesisch sollte es schon können in dem Alter *g*

LG Maike

Kerstin hat gesagt…

ein Chinesisch, Schande über euch (ich las kürzlich in einem anderen Blog tatsächlich, dass eine Mutter traurig war, dass ihr Kind zu wenig Englisch im Kindergarten lernt und sie dachte, das Kind könne mit 4 Jahren fließend englisch sprechen).
Ich halte deine Einstellung für sehr gesund, gefällt mir. :)

Elli hat gesagt…

"in seinem sein" - genau! - finde den beitrag generell gut auf den punkt gebracht

neulich hab ich mit einer bekannten aus unserer heimatstadt berlin gesproichen, die hatte doch echt in erwägung gezogen morgens und nachmittags je 1 1/2 std s-bahn mit 3jährigem kinde zu fahren nur damit er in den kindergarten kommt, der sowohl englisch als auch französisch lehrt! ... sprachlos hat mich das gemacht (zuerst jedenfall...)

da ist ein beitrag wie dieser echt schön :-)

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