Montag, 5. Dezember 2011

Weihnachtlich -Nikolaus oder Weihnachtsmann?


Wie Ihr vielleicht schon gemerkt habt, bin ich nicht gerade ein Fan vom Weihnachtsmann. Aber warum?

Letztlich hat auch der Weihnachtsmann seinen Ursprung beim heiligen Nikolaus von Myra. Dieser lebte im 3./4. Jahrhundert im Gebiet der heutigen Türkei. Der heilige Nikolaus wurde nicht nur als sog. "Nothelfer" populär, da es viele Legenden gibt, in denen Nikolaus Kindern hilft oder Kinder beschenkt wurde er der Schutzpatron der Kinder. So, wie der Nikolaus in der Legende den Mädchen Gold in die Schuhe gesteckt hat, wurde es irgendwann üblich, die Kinder zum Tag des heiligen Nikolauses zu beschenken.
So war lange der Nikolaus derjenige, der den Kindern Geschenke brachte und in den Niederlanden ist das auch heute noch so.

Im Zuge der Reformation war der Nikolaus als Heiliger natürlich nicht mehr so gefragt. Martin Luther führte sozusagen das Christkind als Geschenkbringer ein. Genauer gesagt sprach er vom "heiligen Christ" der die Geschenke bringt. Das "Christkindel" als engelsgleiche Figur entstand dann aber auch ziemlich schnell.

Der Nikolaus, erkennbar übrigens an der Bischofsmitra und dem Stab, wurde auch verweltlicht bzw. mit seinem Helfer, dem Knecht Ruprecht vermischt.
Niederländische Auswanderer brachten den "Sinterclaas" (Sankt Nikolaus) mit in die Neue Welt. Die traditionell roten Bischofsgewänder wurden immer weiter abgewandelt. Und schließlich hat eine bekannte Limonadenfirma (die, die uns auch weismachen wollen, dass bunt beleuchtete Riesentrucks unbedingt zu Weihnachten gehören) diesen "Santa Claus" mit der passenden roten Farbe als Werbefigur entdeckt. So wurde der Weihnachtsmann pausbäckig, rundlich und bekam rote Kleidung mit weißem Pelzbesatz.
Der Weihnachtsmann, wie wir ihn meistens irgendwo sehen, ist also eine Werbefigur!
Genaueres könnt ihr auf dieser Seite nachlesen: Heiligenlexikon- Nikolaus von Myra

Was hat dieser Weihnachtsmann noch mit dem heiligen Nikolaus zu tun? Eigentlich gar nichts!
Inzwischen steht dieser Weihnachtsmann für ein Weihnachten, dem der eigentliche Sinn fehlt. Ein Weihnachten des Konsums, des "Immer-Mehr", der grellbunten Lichterketten, des "Wir-haben-uns-alle-lieb-und-sind-so-nett-zueinander". 
Wem das reicht - in Ordnung!

Mir reicht es nicht! 
Der heilige Nikolaus steht für Nächstenliebe, als Bischof weist er auf das Weihnachtswunder hin: 
Gott wird Mensch, macht sich klein, um uns Menschen nah zu sein!

Mal ehrlich, was sind dagegen Rentierschlitten und geschenkpackende Elfen!

Ich möchte meinen Kindern kein Märchen erzählen, dass sie irgendwann als Lüge entlarven. Ich kann ihnen vom Nikolaus und vom Christkind erzählen. Und wenn sie begreifen, dass beide nicht persönlich vorbeikommen um Geschenke abzuliefern, sondern das Mama und Papa diese einkaufen, so verstehen sie schnell, dass wir dies im Andenken an den Nikolaus und im Gedenken an Gottes Geschenk an uns, tun. 

Deshalb ist dieser Blog eine weitgehend "Weihnachtsmannfreie Zone". Wenn ihr weitere Informationen zu dieser Aktion wollt, schaut einfach hier vorbei.

Katja von Ein bisschen Haushalt... erzählt euch heute noch mehr zum Thema.


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