Montag, 12. September 2011

Guter Hoffnung

Früher sagte man nicht: "Ich bin schwanger!" Sondern: "Wir sind guter Hoffnung!"
Was für ein altmodischer, aber schöner Ausdruck! Gerade in den Zeiten von Ultraschall und einer fast unüberschaubaren Zahl von pränatalen Diagnosen sagt mir dieser alte Ausdruck, worum es wirklich geht: Die Hoffnung und Freude auf ein gesundes Kind, das Gottvertrauen, das alles in Ordnung ist, meinem Gefühl (dem Bauchgefühl, sozusagen) zu vertrauen und nicht alles kontrollieren zu wollen.

Natürlich gehe ich auch zu den Vorsorgen, nehme meine Vitamine und freue mich über ein Ultraschallbild. Aber wir werden (solange nicht irgendwelche ganz schwerwiegenden Gründe vorliegen) keine Pränataldiagnostik machen lassen! Wozu denn? Eine Abtreibung kommt nicht in Frage. Invasive Methoden beinhalten ein Fehlgeburtsrisiko, Nicht-invasive geben nur eine Wahrscheinlichkeit an.

Ich will mich nicht verrückt machen. Ich wäge ab, was ist für uns sinnvoll. Und ich versuche zu vertrauen....und guter Hoffnung zu sein!

Kommentare:

Andrea hat gesagt…

Guter Hoffnung zu sein, das ist ein schöner Ausdruck. Und man darf guter Hoffnung sein, es liegt so oder so nicht in unserer Hand.

Aber ich denke, das die Pränataldiagnostik nicht nur Risiken birgt. Sie bringt auch viele Vorteile.

Denn wenn etwas festgestellt wird, so ist es keine Garantie, das die Diagnose nachher auch passt, aber man hat die Möglichkeit, mit dieser Diagnose die bestmögliche Vorsorge für das Baby zu treffen.

Eine Unbeschwertheit, wie man sie noch in der ersten Schwangerschaft erlebt hat, wird Aman wohl in den Folgeschwangerschaften nicht mehr erleben. Und Frauen, die schon Negatives erlebt haben, werden wohl auch leider nicht mehr "Guter Hoffnung" sein, sondern eher sehr zur kämpfen haben. Aber das soll nicht dein Thema sein.

Viele liebe Grüße
Andrea

Stephanie hat gesagt…

Das meinte ich mit schwerwiegenden Gründen.... dann ist die Pränataldiagnostik ein Segen, aber es regt mich auf, wie z. T. damit umgegangen wird.

Natürlich macht man sich in späteren Schwangerschaften mehr Sorgen als in der ersten. Das geht mir auch nicht anders. Aber ich habe nichts vom Sorgenmachen, es ändert nichts, weder in die eine, noch in die andere Richtung. Darum versuche ich bewusst, mir nicht so viele Sorgen und Gedanken zu machen, zumindestens solange es keinen konkreten Anlass gibt. Wie du sagst, wir haben es so und so nicht in der Hand....

Liebe Grüße

Bianca hat gesagt…

Liebe Stephanie,
ich finde den Ausdruck "guter Hoffnung" auch wunderschön. Bei meiner ersten Schwangerschaft habe ich lediglich die normalen Vorsorgeuntersuchungen machen lassen. Bei der zweiten war ich ja nun schon Mitte 30 und habe sehr darüber nachgedacht. Da für uns ein Abbruch auch nicht in Frage kam, haben wir uns gegen eine Fruchtwasseruntersuchung entschieden. Wir haben jedoch einen speziellen Bluttest machen lassen, da der Arzt uns davon überzeugt hat, dass man dadurch auch einen evtl. vorhandenen Herzfehler feststellen und dann dementsprechend bei der Geburt direkt handeln könne. Das war aber auch der einzige Grund.
Ich wünsche Dir weiterhin eine schöne Schwangerschaft. Ich war sehr gerne schwanger und hätte gerne zu meinen beiden Jungs noch ein Mädchen gehabt. Aber irgendwann haben wir uns gegen ein drittes Kind entschieden (sowohl aus finanziellen als auch aus Altersgründen). Umso mehr versuche ich nun die Zeit mit Kleinen intensiv zu geniessen!
LG, Bianca

Katja hat gesagt…

Kann mich nur allen anschließen! Guter Hoffnung sein ist so ein schöner Ausdruck und wir sollten ihn wieder öfters benutzen.
Pränataldiagnostik ist halt wie alle Technik und Möglichkeit immer Segen und Fluch zugleich - wir hatten bei unserem Kleinen einen Ultraschall in der 14. Woche, der mich Tagelang in Angst und Schrecken versetzt hatte. Erst als der Tripeltest (Bluttest) dann unauffällig war und der nächste Ultraschall wieder normal aussah, bin ich wieder ruhiger und zuversichtlicher geworden...

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