Mittwoch, 8. Juni 2011

Worte des Lebens

Ich habe ja schon vor einiger Zeit geschrieben, dass ich es für ganz wichtig halte, Kinder zu loben und zu ermutigen.
Sally Clarkson hat mich mit ihrem Buch "Ministry of Motherhood" noch darin bestärkt. Wir haben mit den Good Morning Girls die nächsten Kapitel gelesen. Es geht immer noch um das Geschenk der Güte (für mich im Moment die passende Übersetzung von "Grace"), und zwar um ermutigende Worte und um Vergebung.

Die Bibel betont immer wieder die Bedeutung des gesprochen Wortes. "Gott sprach" und schuf so die Welt. Immer wieder werden wir ermahnt, auf unsere Worte zu achten, v. a. im Buch der Sprüche, aber z. B. auch im Jakobusbrief. Mit Worten können wir viel kaputt machen, was wir einmal gesagt haben, können wir nicht ungeschehen machen.

Aber wir können mit Worten auch viel Gutes tun. Sally Clarkson drückt es so aus: "Positive Worte sind wie Wasser und Sonne, die unserer Seele helfen zu wachsen und stark zu werden." 


Auch Jesus hat sich den Menschen zugewandt und sie nicht nur geheilt und belehrt, sondern auch immer wieder persönlich ermutigt. Petrus ist wahrscheinlich gleich ein ganzes Stück gewachsen, als Jesus ihm sagte: "Du bist der Fels, und auf diesem Felsen werde ich meine Kirche bauen."
Jesus sah in ihm nicht nur den Hitzkopf, er wusste um sein Potential und er redete mit Petrus darüber.

Daran sollten wir uns ein Beispiel nehmen. Gut über jemanden zu denken ist nett, aber derjenige weiß nichts davon und es hat keinen Einfluss auf sein Leben. Wenn wir unsern guten Gedanken Ausdruck geben, werden unsere Worte vielleicht zum Segen für andere.

Ich habe das neulich selbst erlebt: Während eines Familiengottesdienstes regte der Pfarrer beim Friedensgruß an, dass wir unseren Nachbarn doch nicht nur die Hand geben, sondern ihm auch sagen sollten, was wir besonders an ihm mögen. Ich saß neben einer Freundin die genau wie ich im Vorbereitungsteam mitgeholfen hat. Sie sagte mir dann, dass sie es toll fände, wie ich es trotz des stressigen Alltags mit drei Kindern schaffe würde, fast immer gut gelaunt zu sein. Darüber habe ich mich echt gefreut, und es klingt noch lange in mir nach.

Wenn wir unseren Mitmenschen Gutes zusagen, werden unsere Worte zum Segen. Aber noch viel mehr kann unser Lob, unsere Ermutigung und unsere Wertschätzung bei unseren Kindern bewirken! Gerade ihnen müssen wir immer wieder deutlich machen, wie wichtig sie uns sind. Wir müssen ihnen helfen, sich selbst "bewusst" zu werden und ihnen erzählen, was wir an ihnen mögen und was sie gut können. Das wissen sie nicht einfach so! Wir können ihnen ihr Potential bewusst machen, so wie Jesus es bei Petrus getan hat. Das gehört zu unserem Auftrag als Eltern.

Liebe Grüße


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