Dienstag, 22. März 2011

Mein Brotbackautomat

Als ich vor einigen Jahren anfing regelmäßig Brot zu backen, habe ich mir einen günstigen Brotbackautomaten gekauft. Ich fand es praktisch, nur die Zutaten reinzugeben, zu programmieren und das fertige Brot morgens rauszuholen. Alle erzählten mir ja auch, das Brotbacken eine wahnsinnig schwierige Angelegenheit wäre.

Aber mit der Zeit fand ich heraus, das Brotbacken eigentlich ganz einfach ist. Es nervte, die Rührstäbe aus dem fertigen Brot pulen zu müssen und das handgemachte Brot schmeckte auch besser. So verwendete ich den Brotbackautomaten immer seltener. Er wanderte von der Küchenarbeitsplatte in den Hauswirtschaftsraum und von da aus in den Keller.

Aber letzte Woche habe ich ihn mal wieder hervorgeholt!
Wir hatten einen ziemlich stressigen Tag. Morgens wollte ich eigentlich Brot gebacken haben, aber über Mittagessen kochen, Putzen usw. habe ich es vergessen. Ich war den ganzen Nachmittag unterwegs und wollte das Brot abends backen. Als ich zu Hause war, machte ich auch den Teig fertig - um dann um kurz nach zehn festzustellen, dass ich diesen komplett vergessen hatte! Ich war todmüde und wollte eigentlich ins Bett - aber wir brauchten ja noch Brot für den nächsten Morgen! Ich hatte mich schon damit abgefunden, noch eine Weile wachzubleiben, da fiel mir der Brotbackautomat ein! Der kann nämlich auch nur backen! Ich habe den Teig eingefüllt und den Automaten so programmiert, dass das Brot am nächsten Morgen frisch fertig war.
Ok, ich gebe zu es war nicht mein bestes Brot - aber das war in diesem Moment auch nicht so wichtig.

Was ich daraus gelernt habe: Manche anscheinend "nutzlose" Küchengeräte lassen sich vielleicht auch auf eine andere Weise verwenden. Ich werde den Brotbackautomaten jetzt bestimmt nochmal aus dem Keller holen. Ich hätte in diesem Fall den Automaten ja auch schon mittag programmieren können....

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Liebe Grüße
Stephanie

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