Donnerstag, 31. März 2011

Hausfrau - Familienmanagerin - Homemaker


Ich bin ein Kind der 80iger Jahre. Für mich und die meisten meiner Generation hat der Begriff "Hausfrau" einen komischen Beigeschmack von Putzfrau, nichts besseres zu tun und einfach abwertend.
Eigentlich Blödsinn, aber trotzdem antworte ich auf die Frage nach meinem Beruf nie mit "Hausfrau". Besonders schlimm finde ich die Bezeichnung "Nur"-Hausfrau...

"Familienmanagerin" klingt da schon anders. Dieser Begriff beinhaltet eine gewisse Wertschätzung meiner Tätigkeit (im Gegensatz zur "Nur"-Hausfrau) und passt gut in unsere Zeit, in der Stress schon fast Statussymbol ist... Aber so ganz trifft er den Kern der Sache ja auch nicht, oder? Wir managen unsere Kinder doch nicht nur?

Ehrlich gesagt gefällt mir der amerikanische Begriff "Home-maker" besonders gut!
Zunächst hat mich an diesem Begriff gestört, dass er nur die schönen Seiten unseres Alltags zu beschreiben scheint: Kerzen anzünden usw.
Aber ein Haus ist nur dann ein Heim, wenn man sich wohlfühlen kann, und eine gewisse Ordnung und Sauberkeit gehört dazu.
Und letztlich ist das Wesentliche an unserer Arbeit ja nicht das Putzen und Waschen.
Wir schaffen ein Heim für unsere Familie! Einen Platz um zu Ruhe zu kommen, sich wohl zu fühlen, aufzutanken, zu lernen und zu lachen. Und noch mehr als das: Wir schaffen Erinnerungen die unsere Kinder durch das Leben tragen werden, wir geben ihnen unsere Werte und unseren Glauben weiter, damit sie die richtigen Entscheidungen in ihrem Leben treffen können.


Tja, jetzt fehlt nur noch das passende deutsche Wort - und bis ich das gefunden habe bin ich weiterhin Familienmanagerin - and proud to be a homemaker!

Liebe Grüße
Stephanie

Kommentare:

Mum kreativ hat gesagt…

Familienfrau, Heimarbeiterin ;) "grins".
Ich bin ein bisschen älter als du aber im gleichen Job tätig!
Die Familienmanagerin ist mir insofern sympathisch, wie auch die Vorwerk-Werbung. Da sieht man ja auch, dass erheblich mehr zu leisten ist als Kaffekränzchen zu halten. Manche Bloggerin beschreibt auch die ganzen Tätigkeitsfelder: Erzieherin, Wäscherin, Putzfrau, Bürofachfrau, Lehrerin, Logopädin, Ergotherapeutin, Friseuse, Krankenschwester, Taxifahrerin.....
Sagt ja, dass wir einen weitreichenden Job haben und wichtig ist mir, mir selbst immer wieder klar zu machen welche Verantwortung ich habe und welches Privileg, dass ich das kann.
LG

Stephanie hat gesagt…

Ja, wenn wir alle "Berufe" aufzählen würden die wir so im Laufe der Zeit machen...
Es stimmt, wir müssen selbst bewusst sein, wie wichtig unser Job ist - das wird uns nämlich sonst keiner sagen!
LG

Nickel hat gesagt…

Das hätte von mir sein können :)
Es ist wirklich sehr, sehr schade, dass unser "Beruf" nicht mehr Anerkennung erfährt.
Andererseits ist es schön zu sehen, dass es noch andere Frauen gibt, die zugeben können, Spaß am "home-making" zu haben. Mir gehts auch so!
LG

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